LOOK AT YOU BLOG

 

 

 

 

Die Summe der Details

 

Die neue Frisur wirkt. Die neue Kleidung wirkt. Die neue Brille wirkt. Die neuen Schuhe und die neue Tasche wirken ebenfalls. Jede einzelne Komponente hat, je nach Stilrichtung, Farbe und Material, ihre Wirkung und sollte in perfekter Abstimmung ein harmonisches Gesamt- bzw. Abbild Ihres Stils und Ihrer Persönlichkeit ergeben. In der Boutique bekommen Sie das neue Kleid, beim Optiker die neue Brille, beim Herrenausstatter erhalten Sie den neuen Anzug und beim Friseur den neuesten Trend-Schnitt.

Ob Sie allerdings wirklich den optimalen Haarschnitt abseits von allen Trends oder die perfekt auf Ihren Typ abgestimmte Kleidung, Brille, Schuhe oder Accessoires erhalten, ist fraglich. Denn in erster Linie steht der Verkauf im Vordergrund. In den Geschäften ist der Umsatz wichtiger, als die individuellen Anforderungen der Kundinnen und Kunden.

 

 

Es ist die Summe der Details, die dann in ihrer Gesamtheit zum Ausdruck kommen.

 

 

 

 

 

LOOK AT YOU - Business Style - verschiedene Accessoire für den Mann

 

 

 

 

 

Als Farb-, Stil- & Imageberaterin   ist es meine Aufgabe, unabhängig von Modetrends, sozusagen die ‚DNA‘ Ihrer Persönlichkeit zu erfassen und in einen passenden Stil zu übersetzen. Überlassen Sie das Bild und die Wirkung Ihrer Person nicht dem Zufall – steuern Sie bewusst Ihr Image in der Öffentlichkeit. Im Rahmen einer Farb-, Stil- & Imageberatung erarbeiten wir gemeinsam Schritt für Schritt, was für Ihre individuellen Anforderungen wichtig und von Vorteil ist. 

 

 

 

7 Gründe warum eine Beratung sinnvoll ist:

 

 

Bringen Sie Ihre Einzigartigkeit auf den Punkt!

Beruflich in verantwortungsvoller Position? Nach einer Stil- und Typberatung punkten Sie von der ersten Sekunde an. Machen Sie sichtbar wofür Sie stehen. Präsentieren Sie sich und Ihr Unternehmen durch einen perfekten Auftritt. Schärfen Sie Ihr eigenes Profil und positionieren Sie sich selbst als ‚Marke‘.

 

Kleidung – Ihre Visitenkarte!

Ganz unabhängig von neuen Trends oder Modeströmungen erfahren Sie in einer Imageberatung analog – von Mensch zu Mensch – wie Sie mit Ihrem persönlichen Stil punkten können. Welche Schnittführung ist für Ihre Figur optimal? Welche Farben oder Muster können Sie verwenden, um Ihren Typ zu unterstreichen? Bei einer Farb-, Stil- & Imageberatung bekommen Sie alle Lösungen präsentiert.

 

Mit den richtigen Farben wirken!

In Ihrem Kleiderkasten hängt Kleidung für verschiedene Farbtypen? Nach einer Farbberatung kennen Sie Ihre Farbpalette. Farbliche Fehlkäufe oder Schwierigkeiten beim Kombinieren von Kleidung und Accessoires gehören der Vergangenheit an. Mit den richtigen Farben wirken Sie frischer, harmonischer und kompetenter. Bekennen Sie Farbe!

 

Zeigen Sie Präsenz und Individualität!

Nach einer Imageberatung klappt es bei wichtigen Kundengesprächen, Verhandlungen mit Geschäftspartnern oder bei der nächsten Bewerbung. In einer individuellen Beratung dechiffrieren wir gängige Mode-Codes und entwickeln eine perfekte Wirkungsstrategie.

 

Alles in Harmonie mit Ihrer Persönlichkeit!

Vom Scheitel bis zur Sohle ist alles im Einklang und Harmonie mit Ihrer Persönlichkeit. Sie bewerten für sich selbst, wo die Prioritäten zu setzen sind. Das ist Ihr Vorteil.

 

Gut zur Geltung kommen!

Nach einer Farb-, Stil- & Imageberatung können Sie Gehörtes für sich in die Praxis umsetzen. Man wird sich an Ihre Person erinnern und nicht an modetechnischen Disharmonien haften bleiben. Kleidung und Accessoires sind ganz auf Ihre Anforderungen abgestimmt. Im Laufe eines Lebens ändert sich der eigene Stil. Das Gute daran ist, dass man immer die Möglichkeit der Veränderung hat. Nutzen Sie die Chance!

 

Alles auf einen Nenner gebracht!

Als Farb-, Stil- & Imageberaterin bringe ich alles auf einen gemeinsamen Nenner. Ich bin Ihr Guide der Sie durch den Dschungel der Angebote, internationalen Trends und Fashion-Codes führt. In einer Beratung finden Sie die Antworten, die Sie bezüglich Wirkung, Farbpsychologie und Dresscodes schon immer wissen wollten.

 

 

Persönlicher Stil macht selbstbewusst!

 

 

 

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Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

 

 

Wir erarbeiten gemeinsam Schritt für Schritt, was für Ihre individuellen Anforderungen für Sie wichtig und von Vorteil ist.

Hier finden Sie die Antworten, die Sie bezüglich Wirkung, Farbpsychologie und Dresscodes schon immer wissen wollten.

Sie bewerten für sich selbst, wo die Prioritäten zu setzen sind.

Bei einer Farb-, Stil- & Imageberatung bekommen Sie ‚maßgeschneiderte‘ Lösungen präsentiert.

In einer individuellen Beratung dechiffrieren wir gängige Mode-Codes und entwickeln die perfekte Wirkungsstrategie.

Nach einer Imageberatung entsteht eine positive Übereinstimmung von Eigenbild und Fremdbild.

Imageberatung ist eine Reise zu sich selbst. Persönlicher Stil macht selbstbewusst!

 

 

 

 

 

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Mit stilvollen Grüßen

Mag. Isabella Jaburek-Nourry

 

 

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Anregend und wärmend präsentiert sich die Farbe ‚Living Coral‘. Sie strahlt BehaglichkeitKomfort und Dynamik aus. Das US-amerikanische Farbinstitut Pantone Institute gibt die Trend-Farben des Jahres 2019 zu einem Zeitpunkt bekannt, wenn in unseren Breitengraden die Tage noch kurz und dunkel sind. Die faszinierende Farbe mit goldenem Unterton wird uns dieses Jahr begleiten.  

Zu Beginn der Saison können wir gespannt sein, welche Kreationen von Modeschöpfern präsentiert werden, was sie inspiriert hat und wie sie die Trendfarbe integrieren. Welche Schnitte und Materialien werden sie uns diese Saison zeigen? Welche Farben werden uns außer der Trendfarbe noch begeistern?

Neben Korallenrot hat das Pantone-Institut noch weitere warme Farbtöne auserkoren. Alle Farben die beispielsweise auf der New Yorker Fashionweek für das Jahr 2019 gezeigt wurden, sind fröhlich, offen und einladend. Darunter gibt es viele Gelb-, Orange-, Rot– und Rosa-Nuancen sowie gelbliche Grüntöne.

Wer bereits eine Farbberatung gemacht hat und laut Farbpalette warme Farben tragen kann, wird siegessicher zugreifen und seine Garderobe mit der Trendfarbe aufpeppen. Geschickt kombiniert können Teile aus der Vorsaison mit der energiespendenden Nuance zu neuem Leben erweckt werden.

 

 

 

 

 

 

‚LIVING CORAL‘

die ideale Farbe für den FRÜHLINGSTYP

 

 

Die Farbe ‚Living Coral‘ leuchtet uns kraftvoll entgegen und ist ein Vorbote für den bevorstehenden FrühlingFrühling ist das Stichwort für die Wirkung dieser Farbe:

leuchtend, warm, spielerisch, kraftvoll, offen, leicht und fröhlich

 

Ich werde des öfteren gefragt: “Was bin ich für ein Farbtyp?‘ Ich kann und möchte auf diese Frage keine Antwort geben, denn es wäre unseriös den genauen Farbtyp ad hoc ohne Farbtyp-Analyse zu bestimmen. Eine professionelle Farbberatung dauert ca. eineinhalb Stunden und dabei werden verschiedenste Kriterien herangezogen: die Hautfarbe – ist das wichtigste Merkmal, die Augenfarbe, die natürliche Haarfarbe, die Persönlichkeit, das Umfeld in dem Sie sich bewegen und Ihre individuellen Anforderungen in Freizeit und Business. Selbst für Imagekonzepte prüfe ich in welchem Farbspektrum wir uns bewegen werden.

 

 

Die Trendfarbe ‚Living Coral‘ ist ein Farbton, der perfekt zur warmtonigen Frühlingstypologie passt.

 

 

 

Passt diese Trendfarbe zu Ihnen? Sind Sie der Typ für diese Farbe?

Eines darf ich Ihnen bezüglich Farbtyp vorweg schon verraten: der sogenannte Frühlingstyp hat im Allgemeinen ein jugendliches Aussehen und wird meist jünger eingeschätzt. Und die Farbkriterien der sogenannten Frühlingsfarbpalette sind  HELL, WARM und KLAR. Living Coral passt in dieses Farbspektrum und unterstreicht die lebendige Persönlichkeit des sogenannten Frühlingstypus.

Mögliche Kriterien für diesen Farbtyp:

In der Regel ist die Hautstruktur des Frühlingstyp zart und für (goldbraune) Sommersprossen prädestiniert. Ein Merkmal ist der sogenannte Pfirsichteint mit reiner, glasklarer Haut. Sie ist meist gut durchblutet und bräunt leicht zu einem schönen Goldbraun. Der Haut haftet eine besondere Lebendigkeit und Frische an, auch wenn sie extrem hell ist.

Bezüglich Augenfarbe kann man sagen, dass die VertreterInnen der Frühlingspalette überwiegend blaue, grüne, petrolblaue oder wasserblaue Augen, die meist goldene oder weiße Flecken in der Iris aufweisen. Die Augen wirken jung und wach. Vielfach ist die Pupille von einem goldfarbenen Kranz umgeben. Natürlich gibt es auch braunäugige Frühlingstypen. Sie haben meist hellbraune, nussbraune bis goldbraune Augen.

Die Haarfarbe zeigt sich von Hellblond, Weizenblond, Stroh– und Goldblond, Rotblond bis Karottenrot oder helles bis mittleres warmes Braun. Es gibt auch VertreterInnen mit mittelbrauner bis dunkelbrauner und rotbrauner Haarpracht. Als Kind sind viele Frühlingstypen blond, entweder flachs-, honig- oder rötlichblond. Später dunkeln die Haare in der Regel nach. Die ersten grauen Haare harmonieren nicht mit dem goldenen Grundton, so dass klugerweise mit Tönen und Färben der jugendliche Glanz der Haare erhalten werden sollte.

Halten Sie nach goldtonigen Farben Ausschau, wenn die oben beschriebenen Kriterien des Frühlingstyps auf Sie zutreffen. ‚Living Coral‘ wird Power in Ihre Garderobe bringen. Warme Farben geben heuer den Ton an. Die Chance ist heuer groß, sich mit den passenden Farben einzudecken.

 

 

 

Nutzen Sie die Kraft der Farben!

Welche Farben schmeicheln, welche bringen Sie zum Strahlen? Wodurch können Sie kraftvolle oder weiche Akzente setzen? Welche Botschaft versteckt sich hinter einer Farbe? Die Farbanalyse innerhalb einer Farbberatung ist die Basis Ihrer ‚Farbwelt‘, mit der Sie Ihr attraktives Erscheinungsbild voll entfalten können. 

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‚LIVING CORAL‘

STYLE & FARBKOMBINATIONEN  

 

‚Living Coral‘ ist keine Basisfarben. Korallenrot zählt zu den kräftigen Farben der Frühlingsfarbpalette und eignet sich hervorragend um Akzente zu setzen. Setzen Sie Koralle dort ein, wo der Blickpunkt sein soll: Oberteile, Kleid, Pullover, Schuhe oder Accessoires. Spielen Sie mit der Farbe und lenken Sie die Blicke der BetrachterInnen.

Bezüglich Schnittführung oder Stil gibt es keine Einschränkungen. Seien Sie sich Bewusstsein, dass der kräftige Farbton immer einen Mittelpunkt markiert. Total-Looks in Koralle sind diesen Sommer ein großes Thema. Im Total-Look hat die Farbe den stärksten Auftritt. Ein Mix an verschiedenen Materialien kann da für Spannung sorgen. Ein extravaganter Statement-Schmuck oder ein anderes auffälliges Accessoire sorgen für einen raffinierten Bruch des monotonen Look.

Korallenrot und alle Variationen des Farbtons gehören zu den warmen Farben. Je nach Materialbeschaffenheit wirkt die Farbe intensiver oder dezenter. Sie liegt in der Mitte zwischen Orange und Rot und wirkt inspirierend, erfrischend und optimistisch. ‚Living Coral‘ ist zarter als reines Rot, intensiver als Rosa und schmeichelt dem Auge mehr als pures Orange. Besonders gut macht sich Koralle als intensiver Farbklecks zu Nude-Tönen.

Hervorragend kommt die Sommer-Farbe in Kombination mit neutralen Stein- und Erdtönen oder warmen Taupe- und Grau-Varianten. Mit Creme-Nuancen wirkt Koralle edel und klassisch. Mit Weiß funktioniert die Trendfarbe im Sommer auf jeden Fall.

 

 

 

(handgeknüpfte Malakette von Margarete Zwölfer auf Farbanalysetücher LOOK AT YOU)

 

Mit der neuen Trendfarbe ‚Living Coral‘ bewegen wir uns im fröhlichen, hellen Farbspektrum. Das bedeutet, dass Personen des kühlen Farbtypus diesmal das Nachsehen haben. Es gibt jedoch Methoden und Möglichkeiten, dass selbst kühle Farbtypen warmtonige Farben einsetzen können. Lesen Sie dazu mehr im nächsten Blog-Bericht: Warme Farben für kühle Farbtypen.

 

 

 

farbenfrohe Grüße

Isabella Jaburek-Nourry

  

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Schreiben Sie mir an style@nulllookatyou.at – looking forward for your message!

 

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Farbpsychologie und -Wirkung: Grün   Rot   Ultra-Violett   

 

 

Fotos:

Titelbild:

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im Text:

www.Pinterest.com

Isabella Jaburek-Nourry

Literatur:

Vollmar, Klausbernd. Das große Buch der Farben. 2012

Heller, Eva. Wie Farben wirken. 2013

Causse, Jean-Gabriel. Die unglaubliche Kraft der Farben. 2014

Braem, Harald. Die Macht der Farben. Bedeutung & Symbolik. 2012

Jackson, Carol. Color Me Beautiful. Entdecken Sie Ihre natürliche Schönheit durch Ihre Farben! 1990 (6. Auflage)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blau ist weltweit einer der beliebtesten Farben. Blau ist deshalb so begehrt, weil diese Farbe mit vielen guten Eigenschaften in Verbindung steht. Es ist die Farbe der Sympathie, der Freundlichkeit und der Freundschaft.

Im ersten Teil wird Blau anhand von Beispielen skizziert. Im zweiten Teil geht es um die Bedeutung der Farbe in Bezug auf Kleidung, Farbberatung und Materialien, denn Farben und Materialien geben direkt Auskunft über den Träger oder die Trägerin.

 

 

 

TEIL 1

 

 

Blaue Illusion

 

 

 

Was wäre eine Welt ohne Farben? Sie lenken uns, sie stimulieren uns, sie sind das Gewürz des Lebens. Farbe ist keine Materie, sondern gebrochenes Licht. Es wird reflektiert oder absorbiert, je nach dem auf welches Material es auftrifft. Bei Blau ist dieser Effekt enorm. Ein Blick in den Himmel ist pure Illusion. Die Lichtstrahlen der Sonne werden von den kleinsten Teilchen in unserer Atmosphäre abgelenkt. Das gebrochene Licht erscheint dadurch blau.

Blau, die Farbe des Vertrauens, Symbol für Ewigkeit, Meditation, unendliche Weite und Harmonie. Die Farbe Blau schafft Wohlgefühl durch ihre entspannende und sammelnde Wirkung.

Dunkle Nuancen verlangsamen sogar das Denken, lösen Verspannungen und Nervosität und lindern Schlafbeschwerden. Für explosive Menschen ist die Farbe hilfreich, denn sie schafft Gelassenheit und Geduld.

 

 

 

Stille Tiefe

 

 

 

 

 

 

 

Die sogenannte blaue Stunde ist die Übergangszeit zwischen Tag und Nacht. Einzigartige Lichtstimmungen bei der Abenddämmerung oder im Morgengrauen erzeugen magische Augenblicke. Für romantische Künstler das ideale Licht, um mysteriöse  Stimmungen einzufangen. Blau zieht uns in die Tiefe, ins Nichts oder lässt uns Geheimnisse des Unbewussten erahnen. Blau wirkt deshalb so beruhigend, weil es an die Stille und Tiefe des Ozeans erinnert.

 

 

 

Wasser – archetypische Gefühle

 

 

 

 

 

 

Wasser ist eines der wichtigsten Elemente der Erde. Es besitzt keinen Geruch, keine Farbe, keine Form und keinen Geschmack. Die chemische Zusammensetzung ist denkbar einfach: zwei Wasserstoff- und ein Sauerstoffatom. Der menschliche Körper besteht zu 70% aus Wasser. Der größte Teil der Erde, etwas 71%,  ist von Wasser bedeckt.

Das Lebenselixier Wasser verkörpert archetypische Gefühle und das Unbewusste, Schöpfertum und Inspiration, Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Ohne Wasser könnten wir nicht überleben. Die Ärzte im antiken Griechenland, in Rom und im alten Persien wussten von der Heilkraft des Wassers. Im Altertum wurden Gewässer und vor allem Quellen als Heiligtum verehrt. Wasser war in den Mythologien und Religionen der meisten Kulturen von zentraler Bedeutung. Noch heute kommt dem Element Wasser eine Sonderstellung zu, besonders dort, wo die Frage des Überlebens eine zentrale Rolle einnimmt.

Warum ist das Wasser blau? Wenn Lichtstrahlen auf eine Oberfläche auftreffen, werden sie reflektiert und abgelenkt. Dieses Phänomen lässt Wasser farbig erscheinen. Lichtstreuung tritt an Materieteilchen auf. Die Teilchen strahlen das Licht in alle Richtungen ab. Je nachdem welche Schwebestoffe, Gesteinsmaterial oder Sedimente das Wasser enthält, erscheint es in unterschiedlichen Farben.

 

 

 

Wirkung im Raum

 

 

 

 

 

 

Blau wird in der Architektur meist dann genützt, um Räume weiter erscheinen zu lassen, denn Blau leitet das Auge des Betrachters in die Ferne und schafft Unendlichkeit. Für die Raumgestaltung entsteht der Vorteil, dass alles nach oben hin weit offen erscheint. Räume wirken dadurch größer. Blau sorgt im Wohnbereich für kühlende Wirkung und ist ideal für Schlaf- oder Ruheräume. Helle Blaunuancen lassen Räume grösser und weiter wirken, dunkle Blautöne wirken hingegen verkleinernd. Indigo-Blau ist perfekt für den kontemplativen Rückzug. Es entführt in eine stille, abgekapselte Welt.

 

 

 

Vertraute Zeichen

 

 

 

Die weltweit erfolgreichsten Logos sind blau. Branchen wie Versicherungen, Medien, Banken oder Technologie-Unternehmen verwenden diese Farbe. Was versteckt sich hinter dieser Botschaft? Die Farbe steht in Verbindung mit Durchhaltevermögen, Harmonie, Beständigkeit und Sicherheit. Transport- und Trust-Unternehmen bedienen sich deshalb dieser beruhigenden und vertrauenserregenden Farbe. Viele Assoziationen, die wir mit dieser Farbe verbinden, gehen auf angenehme, positive Erfahrungen zurück. Blau signalisiert Urvertrauen und Treue. Blaue Details erwecken sofort einen sympathischen und erfrischenden Eindruck.

Das Erste, was wir von einer Marke wahrnehmen, ist die Farbe des Logos oder Schriftzugs. Starke Marken sind dadurch sofort erkennbar. Diese Zeichen oder Schriftzüge sind die Quintessenz der Marke, um den Auftritt unverwechselbar zu gestalten.

 

 

 

Welches Blau ist für Sie richtig? Nutzen Sie die Kraft der Farben!

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TEIL 2

 

 

Gedanken zur Farbberatung

 

 

 

Farbberatung sollte nicht nur die Frage ‚welche Farben passen mir‘ aufgreifen, sondern sie muss auch in der Lage sein, die Kunden dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Wirklich seriöse Farbberatung geht noch einen Schritt weiter und vermittelt Farben-Know-how auf psychologischer Ebene. Denn die Farben, die wir spontan wählen, projizieren wir aus uns heraus und daher besteht laut Farbpsychologie die Möglichkeit, vom ‚Wesen‘ der Farben auf das Wesen einer Person zu schließen. Fundiertes Wissen über Farbenlehre und Farbpsychologie ist für mich Grundvoraussetzung für eine sinnvolle und weitreichende Farbberatung. Ist Blau Ihre Lieblingsfarbe? Dann legen Sie wert auf Klarheit, Distanz, seriöses Auftreten und achten auf Ihr Erscheinungsbild.

 

 

 

Kleiderfarben geben direkte Auskunft über Lebenseinstellung, Individualität und Geschmack.

 

 

 

 

Designer lieben magisches Blau

 

 

 

Kann eine Kollektion langweilig sein, die sich nur auf eine Nuance des Farbspektrums konzentriert? Nein, ganz und gar nicht. Maria Grazia Chiuri, Kreativdirektorin der Damenmode von Dior, hat in der Herbst-/Wintersaison 2017 dem geheimnisvollen ‚Magic Blue‘ eine ganze Kollektion gewidmet. Jacken, Röcke, Kleider, Mäntel und Capes aus Taft, Samt oder Strick – die optische Kontrastierung wurde lediglich durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien erzeugt.

Die österreichische Designerin Lena Hoschek ließ sich ebenfalls von den zauberhaften Lichtstimmungen der ‚blauen Stunde‘ inspirieren und entwarf ihre Herbst-/Winterkollektion im Jahr 2015 fast monochrom. Die eleganten Interpretationen sollten eine gelungene Zusammenführung von Day – und Eveningwear sein. Perfekte Schnittführungen in Mitternachtsblau umschmeichelten die weiblichen Silhouetten der Mannequins auf dem Laufsteg. Edle Materialien, wie Mohair, französische Spitze oder Tüll, spielten bei den Kreationen in magischem Blau eine majestätische Rolle.

 

 

 

INDIGO – Farbe der Könige

 

 

 

Je leuchtender das Blau der Kleidung war, desto höher der gesellschaftliche Rang. Das Blau der niedrigeren Schichten war dunkel und schmutzig. Der Status in der Gesellschaft war klar anhand der Farbintensität ersichtlich. Das edle, adelige Blau wirkte kräftig und strahlend. Gefärbte Luxusstoffe aus Seide oder feinster Baumwolle wurden aus Asien für den Adel importiert. Ab dem 13. Jhdt. waren die Krönungsmäntel der französischen Könige leuchtend Blau – die Modefarbe des Hofes. Noch heute ist Königsblau ein beliebter Farbton für Ball- und Abendmode.

Indigo hieß der Farbstoff aus Indien. Er kam als Pulver oder in Stücke gepresst in den Handel. Anfang des 16. Jahrhunderts wurden die Farbballen von englischen Handelskompanien importiert. Mit Indigo konnte man besser färben als mit dem Pflanzenfarbstoff Waid. Indigo verdrängte zunehmend den europäischen Waid. Die Zusammensetzung des ‚Farbstoffs der Könige‘ war lange ein Rätsel und konnte nicht künstlich hergestellt werden. Erst 1868 gelang in Europa eine künstliche Anfertigung – allerdings zu einem immens hohen Preis. Erst 1897 gelang den Chemikern der BASF (Badische Anilin- und Sodafabrik) die synthetische Herstellung des Farbstoffs.

Je billiger der Indigo in Europa wurde, desto beliebter wurde das leuchtende Blau für einfache Kleidung. Auf der ganzen Welt wurde Arbeitskleidung mit Indigo gefärbt. Der blaue Arbeiteranzug eroberte von Amerika bis China die Arbeitswelt. Moderne, laugenbeständigere Farbstoffe haben heute längst die Indigofärbung überholt bzw. ersetzt.

Blue-Jeans, einst Arbeitskleidung kalifornischer Goldgräber und Cowboys, werden mit Indigo gefärbt. Was wäre eine Jeans ohne Verfärbungen nach dem Waschen? Der verwaschene Denim verleiht dem beliebten Kleidungsstück erst den modischen Look.  

 

 

 

Samt oder Jeans

 

 

 

 

 

 

Dunkelblauer Samt oder blauer Denim – zwei Stilwelten prallen aufeinander. Das edle Gewebe Samt hat ganz besondere Eigenschaften. Die Geschichte des Materials ist eng verknüpft mit der Seidenweberei. Zur Herstellung von Samt wurde zu Beginn nur Seide verwendet. Samt ist weich und elegant. Je nach dem wie das Licht auf dieses Material fällt, es wirkt immer königlich und exquisit. Im Gegensatz zu Samt wirkt das mit Indigo gefärbte Baumwoll-Material einer Jeans immer derb, und zeigt erst dann seinen wahren Charakter, wenn es abgeschunden und ausgewaschen ist.

 

 

 

Uniform-Blau

 

 

 

 

 

 

Dunkelblau zeigt als Bekleidungsfarbe eine distanzierte, seriöse Wirkung. Hier ist auch die Sprache von Uniformblau, einem Mittelblau, das nicht nur Autorität, sondern auch Besonnenheit, Nüchternheit und Zurückhaltung zeigt . Das etwas dunklere Marineblau ist eine klassische und neutrale Businessfarbe und ideal für Termine mit neuen Geschäftspartnern. Blau ist das Zeichen für Sicherheit. Es erweckt den Eindruck von Sachlichkeit, Intellektualität und Funktionalität. PolitikerInnen im mittelblauen Business-Kostüm oder Anzug zeigen aus farbpsychologischer Sicht, dass sie alles im Griff haben. Die sachliche Note eines Business-Anzugs oder Kostüms hat sich bis dato im Geschäftsleben bewährt.

 

 

 

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farbenfrohe Grüße

Isabella Jaburek-Nourry

  

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Fotos:

Titelbild: Fancy Crave / Anzüge / www.unsplash.com

Arthur Yoa / Himmel und Weite / www.unsplash.com

Falco Negenman / Meerestiefe mit Quallen / www.unsplash.com

Isabella Jaburek-Nourry / Welle / Sommer 2016

Isabella Jaburek-Nourry / Kirchenfenster / Dom in Reims, Frankreich 2016

Isabella Jaburek-Nourry / drapierter Samtstoff / Wien 2018

Nic Amaya / Frau in Uniform / www.unsplash.com

 

Literatur:

Vollmar, Klausbernd. Das große Buch der Farben. 2012

Heller, Eva. Wie Farben wirken. 2013

Causse, Jean-Gabriel. Die unglaubliche Kraft der Farben. 2014

Braem, Harald. Die Macht der Farben. Bedeutung & Symbolik. 2012

Loschek, Ingrid. Reclams Mode- und Kostümlexikon. 6. Auflage, 2011

Wikipedia. Blaue Stunde. Aufgerufen am 20.9.2018

 

 

 

 

 

 

Mit einer Freiluft-Quadrille am Stephansplatz in Wien wurde am 11. November 2018, pünktliche um 11:11 Uhr, der Faschingsbeginn gefeiert und damit ist auch offiziell die Ballsaison eröffnet worden. Insgesamt werden ca. 500.000 Besucher auf Wiens Bällen tanzen. Zahlreiche Besucher aus allen Bundesländern und dem Ausland werden auch heuer wieder einen unvergesslichen Abend bei einer der Tanzveranstaltungen in prunkvollem Ambiente verbringen.

Die Wiener Ballkultur in Wien ist einzigartig und eng mit der Historie der Stadt verbunden. Die Geschichte der Balltradition reicht weit bis ins 17. Jhdt. der habsburgischen Monarchie zurück. Die Wiener Hofburg, wo auch heuer wieder zahlreiche Bälle stattfinden werden, war damals schon prunkvoller Rahmen für alle wichtigen gesellschaftlichen Ereignisse. Aufwändige Vorbereitungen waren notwendig, um den kaiserlichen Hof in vollem Prunk und Glanz zu präsentieren.

Mit der sogenannten Neujahrscour galt die gesellschaftliche Saison als eröffnet. Zahlreiche Veranstaltungen, Maskenfeste und andere Vergnügen standen auf dem Ballkalender. Der Höhepunkt war der sogenannte große Hofball. Es wurden an die 2000 Gäste geladen und man kann sich gut vorstellen, wie sich die vornehme Adelsgesellschaft dafür ‚aufputzte‘.

 

 

Der richtig gekleidete Herr erschien in Frack oder Galauniform. Die Damen trugen lange, prunkvolle Festkleider in allen Farben – aufwändig bestickt, gerüscht, eventuell mit langer Schleppe und großem Schmuck. 

 

 

Der zeremonielle Ablauf, wie die Eröffnung durch Debütantinnen und Debütanten, oder die Damenspende, ist auch heute noch auf den Tanzveranstaltungen zu finden. Sogenannte Kleidervorschriften/Dresscodes gab es damals wie heute. Sie sind auf der Einladung vermerkt bzw. werden vom Ballveranstalter bekannt gegeben.

 

 

 

TIPP:

Die Kleiderordnung gibt an, was getragen werden muss. Wenn Sie dem Anlass nicht entsprechend gekleidet sind, kann es passieren, dass Ihnen der Eintritt nicht gestattet wird! Zum Glück gibt es Dresscode-Decodierungen. Richtig gekleidet steht der rauschenden Ballnacht nichts mehr im Wege.

 

 

 

WHITE TIE oder BLACK TIE  –  Frack oder Smoking?

 

 

Was bedeutet ‚White tie‘?

Ist dieser Hinweis angegeben, herrscht FRACK-Pflicht. Es handelt sich um eine offizielle, sehr festliche Veranstaltung (klassischer Ball, Staatsempfang, Hochzeit/ab 18 Uhr).

Die Herren tragen einen klassischen schwarzen Dreiteiler – einreihig, mit typischen ‚Schwalbenschwanz‘ im Rückenteil -, weißes Frackhemd mit Klappkragen , weiße Fliege (aus Baumwollpiqué, selbst gebunden), weiße Weste (einreihig oder zweireihig immer geschlossen), schwarze Frackhose (mit seitlichen Doppelstreifen aus Satin), weiße Hosenträger, schwarze Kniestrümpfe und schwarze Lackschuhe. Dazu gehören traditionsgemäß der Zylinder (kaum mehr in Verwendung), der weiße Seidenschal und Mantel/Cape. 

Die Damen tragen ein langes, großes Ballkleid mit großem Schmuck, geschlossene Schuhe in Farbe und Material passend zum Kleid, Strümpfe, eine Clutch/Abendtasche und Handschuhe (je nach Schnitt des Kleides). Zum langen Kleid kann ein Cape, eine Stola oder ein kurzes, elegantes Jäckchen (Pelz, Samt) getragen werden.

 

Was bedeutet ‚Black tie‘?

Ist dieser Hinweis auf der Einladung zu finden, herrscht SMOKING-Pflicht (Tuxedo, Black Dinnerjacket).  Es handelt sich um eine sehr festliche (offizielle) Veranstaltung (Ball, Hochzeit, festliche Business-Veranstaltung, festlicher Empfang, Premiere).

Die Herren tragen eine Jacke – einreihig oder zweireihig – mit Schalkragen ohne Rückenschlitz, schwarze Masche (selbst gebunden), weißes Stecktuch, Weste oder Kummerbund, Smoking-Hemd, Manschettenknöpfe, Hose mit seitlicher Außennaht/Galonstreifen aus Satin, schwarze Kniestrümpfe und geschlossene Lackschuhe.

Sie können entweder Kummerbund (Schärpe mit drei bis vier waagrechten nach oben zeigenden Falten) oder eine Weste tragen. Was über dem Smoking getragen wird ist Wetter und Temperaturabhängig, keinesfalls eine sportliche Outdoorjacke mit Kapuze.  

Die Damen tragen ein farblich abgestimmtes, langes Abendkleid oder Ballkleid mit großem Schmuck, Clutch oder kleine Abendtasche, Strümpfe, farblich passende, geschlossene Schuhe, Handschuhe (je nach Schnitt des Kleides). Zum langen Kleid kann ein Cape, eine Stola oder ein kurzes, elegantes Jäckchen (Pelz, Samt) getragen werden.

 

 

 

Langes Abendkleid oder große Ballrobe?

 

 

 

 

Auf Ball- und Tanzveranstaltungen werden meist lange Kleider getragen.  Um die Unterschiede herauszuarbeiten ist es für die verschiedenen Kleiderkategorien hilfreich in Abstufungen zu denken: je eleganter der Anlass, desto aufwändiger und länger ist das Kleid.

Das kleine Schwarze kann auch unter tags bzw. bis 17 Uhr getragen werden. Die Länge ist knieumspielend. Es ist schlicht und elegant. (Dresscode: ‚Semi formal‘)

Das Cocktailkleid wird ab 17 Uhr getragen. Es ist aufwendiger verarbeitet, besticht durch extravagante Details, wie Stickereien, Pailletten, Applikationen, Rüschen, Volants, und besondere Materialien. Die Kleiderlänge ist variabel, aber nicht bodenlang. Der Schnitt ist entweder körpernah, weit oder in leichter A-Linie. Es kann auch asymmetrische Schnittlösungen mit aufwendiger Verarbeitung haben. Bei der Farbauswahl gibt es keine Einschränkungen. Gedeckte Farben wirken immer eleganter. (Dresscode: ‚Black tie‘ / ‚Semi formal‘)

Das bodenlange, einfache Abendkleid zeigt eine schmale Silhouette und ist aus hochwertigem Material verarbeitet. Es ist schlichter als das große Abendkleid. (Dresscode: ‚Black tie’/ ‚Semi formal‘)

Das bodenlange, große Abendkleid ist aufwendiger verarbeitet, als das einfache Abendkleid. Spezielle Details, extravagantere Schnitte und Materialien werden verwendet. Das große Abendkleid nähert sich stilmäßig der Ballrobe. Hier verschwimmen die Grenzen. (Dresscode: ‚Black tie‘ oder ‚White tie‘)

Die bodenlange, kleine Ballrobe hat einen schwingenden Rockteil und erlesene Details. Die Schnittlösungen sind aufwendiger. Das Dekolleté ist kleiner als bei der großen Ballrobe. Bei der Farbauswahl gibt es keine Einschränkungen.  (Dresscode: ‚White tie‘)

Die bodenlange, große Ballrobe besticht durch exquisite Materialien. Die Schnitte sind opulent bis üppig mit großem Dekolleté – genug Platz für schönen Schmuck. Luxuriöse Details sind die Krönung dieser Kleiderkategorie. (Dresscode: ‚White tie‘)

 

 

 

Der Look wird immer durch passende Accessoires, schönes Make up und einer perfekten Frisur abgerundet.

 

 

 

 

stilvolle Grüße und unvergessliche Ballnächte

wünscht

 Isabella Jaburek-Nourry

  

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Farbpsychologie und -Wirkung: Grün   Rot   Ultra-Violett   Blau

 

 

 

FOTOS:

Smoking/Tuxedo: www.shutterstock.com

Ballkleid in Blau: www.shutterstock.com

Portait: Britta Noibinger

Literatur:

Loschek, Ingrid. Reclams Mode- und Kostümlexikon. 6. Auflage, 2011

Die fünfte Jahreszeit hat begonnen. Wiener Wirtschaft, Nr. 46. 15.11.2018.

Bernhard Roetzel. Der Gentleman. Das Standardwerk der klassischen Herrenmode. Ullmann. 2016

Finde Deinen Style. Styling-Tipps von Fashion-Bloggern aus der ganzen Welt. 2. Auflage, 2012. Edel Germany Hamburg.

 

Rote Wirkung

 

 

Farben haben starken Einfluss auf die optische Wirkung und nonverbale Kommunikation. Farben lösen im Menschen verschiedene Assoziationen, Empfindungen und Erinnerungen aus. Die Sympathie für spezielle Nuancen, ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch eine Frage der psychologischen Wirkung bzw. Gedankenverbindungen, die sich im Laufe der Zeit in unserer Kultur entwickelt hat. 

Rot ist eine stimulierende, romantische und fordernde Farbe. Manche Rottöne wirken dynamisch-sportlich (Orange-Rot), dunklere Rotnuancen strahlen wiederum Souveränität und Eleganz aus (dunkelroter Samt). Rot ist aggressiv und spannend. Ein dezentes Rosa-Rot wirkt hingegen harmlos und hilflos

 

 

Vitalität und Aktivität

Leuchtendes Rot wirkt ‚laut‚, stark, aktiv und aufdringlich. Rotnuancen strahlen Vitalität und Aktivität aus. Zurückhaltende Menschen können sich mit roter Kleidung ‚Gehör‘ verschaffen. Sie wirken aktiver und rücken mehr in den Mittelpunkt, während dominante Personen ihre Präsenz noch mehr betonen. Diese Signalfarbe zieht die Blicke auf sich. Rot ist demnach eine Farbe für selbstbewusste Persönlichkeiten, die gerne auf der ‚Bühne‘ stehen.

 

 

 

 

Valentino Red

 

 

Valentino setzte von Anfang an auf Rot. Der italienische Designer Valentino Garavani gründete 1959 nach seiner Ausbildung als Modedesigner in Paris sein Unternehmen. Bekannt wurde er durch seine eleganten Abendkleider in Unifarben – allem voran in Rot -, weil diese Farbe die größte Bühnenwirkung hat. Das berühmte Valentino-Rot  ist bis heute weltbekannt und wirkt einzigartig. Stars wie Audrey Hepburn oder Lady Diana trugen seine Kreationen. 2007 kündigte Valentino am Höhepunkt seiner Karriere seinen Rückzug aus dem Unternehmen an. Das verführerische Rot ist bis heute das Markenzeichen des Unternehmens.

 

 

Leidenschaft und Liebe

 

 

Die heisse Farbe Rot steht für Liebe, Leidenschaft und Freude. Rot ist die Farbe, die in unserer Kultur mit Erotik assoziiert wird. Im ‚Rotlicht-Milieu‘ herrscht die Unmoral. Das rote Licht der Etablissements spricht eine deutliche Sprache, die auch ohne weitere Erklärung verstanden wird.

Dass Männer eine Lady in red sexy finden, habe ich bereits beschrieben (s. Blog-Eintrag – Ultra Violett).  Die American Psychological Association hat in einer Studie belegt, dass auch Männer in dieser Farbe auf Frauen verführerischer wirken. In den USA, England, Deutschland und China wurde Frauen Bilder von Männern vorgelegt, die sie bezüglich ihrer Attraktivität beurteilen sollten. Die Herren fanden deutlich mehr Anklang, wenn sie in rot gekleidet waren. Sie wurden nicht nur als attraktiver angesehen, sondern auch als begehrenswerter. Den Männern in roten T-Shirts wurde laut Studie von vornherein eine machtvollere Positionen zugesprochen. Tatsächlich scheint Rot als Statussymbol besonders gut zu wirken und die sexuelle Ausstrahlungskraft zu verstärken.

 

 

Rote Verführung

 

 

 

 

Rot ist für das menschliche Auge sehr gut wahrnehmbar und ist die Signalfarbe schlechthin. Sie fungiert als Alarmzeichen, Warnhinweis, wie auch als erotisches Lockmittel. Rote Unterwäsche wird angeblich gerne von energievollen und leidenschaftlichen Frauen getragen, die allerdings auch zu Launen neigen und einen Hang zum Drama haben. Die Farbe kann beim Betrachter Gefühle anregen und lässt nachweislich den Blutdruck steigen, den Herzschlag beschleunigen und die Atmung verstärken. Ein kleines ‚farbliches Vorspiel‘, das man doch einfach mal ausprobieren könnte.

 

 

Romantisches Rot

 

 

 

 

Wer einer Frau seine Liebe zeigen möchte, schenkt ihr einen Strauß roter Rosen. Rote Rosen sind das Symbol der wahren Liebe, die alle Hindernisse überwinden kann. Für echte Romantiker stellt sich die Frage „Welche Blumen zum Valentinstag“ eigentlich kaum. Die Wahl fällt hier eindeutig auf die Königin der Blumen – die Rose. Rote Rosen, ein Symbol für Liebe und Zärtlichkeit.

 

 

Guten Appetit!

 

 

 

 

Rot regt nachweislich den Appetit an und zählt aus evolutionsbiologischer Sicht, in Bezug auf Nahrungsmittelaufnahme, zu einer der wichtigsten Schlüsselfarben der Menschheit. Unsere Augen haben sich so entwickelt, dass wir sehr schnell reife, zuckerhaltige Früchte bzw. unverarbeitete Lebensmittel mit hohem Kaloriengehalt erkennen können. Grüne Nahrungsmittel enthalten weniger Kalorien und deshalb hat sich die Verarbeitung von Seheindrücken im Gehirn auf folgende Hierarchie eingestellt: Rot vor Grün. Rote Lebensmittel machen richtig Lust aufs Essen. Wenn die Küche dann noch rote Wände oder Möbel hat, steht dem genussvollen Schlemmern nichts mehr im Wege.

 

 

Urelement Feuer

 

 

 

 

Die Symbolik der Farbe Rot ist tief in unserem Bewusstsein verankert und von zwei elementaren Bildern geprägt: Blut und Feuer. Es ist die erste Farbe, der der Mensch einen Namen gab. In vielen Sprachen ist das Wort für ‚Rot‘ identisch mit dem Wort für Blut. Rot steht für Lebenskraft, Hitze, Dynamik, aber auch für Krieg, TodRache, Macht und Zerstörung. Sie ist nicht nur die Farbe der Liebenden, sondern auch von Hass und Aggression.

Das Blut steigt uns aus Wut in den Kopf oder Verliebte erröten vor Verlegenheit – die Aufregung, die Impulsivität oder der Zorn, sind Gefühlsregungen die unseren Lebenssaft stärker zum Zirkulieren bringen.

Feuer wärmt und vertreibt die Kälte. Das Urelement Feuer wirkt reinigend, indem es alles vernichtet. Das Rot des Feuers ist mächtig und Sinnbild des Göttlichen. Ein Element mit magischer Anziehungskraft. Der bewusste Einsatz des Feuers löste beim Menschen einen gewaltigen Kulturschub aus. Feuer hat immer einen ungeheuerlichen Reiz auf uns ausgeübt und tut es heute noch. Am Kamin und am Lagerfeuer faszinieren uns die tanzenden Flammen.

 

 

Rotes Glück

 

 

 

 

Rot ist bei Männern und Frauen gleich beliebt, aber es ist eine männliche Farbe. Die ‚laute‘ Wirkung von Rot zeigt keine Distanz, sondern Nähe, Materie, kraftvolle Männlichkeit und Eroberung. Daher ist es schwer zu glauben, dass diese Farbe auch ein Symbol für Glück und Freude ist. Für Chinesen ist Rot die Farbe des Glücks. Rot hat in China auf allen Festen und Feiern seinen festen Platz. Glückwünsche und Geldgeschenke werden in roten Umschlägen übergeben und rote Laternen verkünden frohe Botschaften. Kein Neujahrsfest, keine Hochzeit und keine Geburtstagsfeier wäre ohne rote Ornamente, rote Dekoration und roter Kleidung denkbar.

Farben können in China oftmals andere Dinge symbolisieren als in Europa. Es kann nützlich sein, dies bei geschäftlichen und sozialen Interaktionen zu bedenken. Es kann aus diesem Grund leicht zu einem Fauxpas kommen, wenn man Geschenke überreicht, Einladungen schickt oder Kleidung in spezifischen Farben für offizielle Anlässe auswählt.

 

 

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Farben und Imageberatung

 

 

Fassen wir kurz zusammen: Rot hat eine starke optische Wirkung. Rot ist in kräftiger Ausführung nicht zu übersehen und hat Signalkraft. Wer auffallen möchte greift zu Rot. Jede Farbe hat ihren Charakter und unterstreicht dadurch den persönlichen Stil. In vorhergehenden Blog-Einträgen habe ich die Charaktere und Eigenschaften von Grün und Ultra-Violett skizziert. Mit Rot wurde hier ein weiteres ‚Farb-Profil‘ hinzugefügt. 

 

Farbberatung ist ein wichtiger Teilbereich der Imageberatung.

 

 

Am Anfang einer IMAGEBERATUNG (Einzelpersonen oder Gruppen) stelle ich daher folgende Schlüsselfragen:  

1. Wie wollen Sie wirken?   2. Was wollen Sie bewirken?   3. Wie soll Ihr Auftreten sein?

Bei der FARBANALYSE wird nicht nur der passende Farb-Typ eruiert. Die Wirkung der einzelnen Farb-Themen (helle -, dunkle -, kräftige  Farben, Basisfarben usw.) werden ebenfalls thematisiert. Die variierenden Nuancen der jeweiligen Farbpalette können unterschiedlich angewandt und kombiniert werden. Hier gibt es vier Kriterien zu beachten:

Die Wirkung der Farbe ist   1. von der Farbe selbst,    2. von der Menge/Fläche,   3. vom Material   und   4. der Beleuchtung/Licht abhängig.

Unter Beachtung der Grundregeln für FARBWIRKUNG  werden weitere Kriterien berücksichtigt:  

1. die Persönlichkeit des/der Trägers/-in (extravagante, ruhige, introvertierte oder extrovertierte, elegante Persönlichkeit – Welches Attribut soll unterstrichen werden?)  

2. die Körperform (Wo sind Pluspunkte, die einen farblichen Akzent fordern? Wohin soll der Blick gelenkt werden? Welche Köperpartien möchten sie betonen?)

3. der Anlass oder das Umfeld (Wo gehen Sie hin? Salzburger Festspiele? Hochzeit? Begräbnis? Business Meeting? Konferenz? Auslandsreise?)   und

4. der Wirkungswunsch per se (Wollen Sie eine totale Veränderung? Suchen Sie nach Bestätigung?).

 

 

 

 

 

 

Farbgestaltung – Einsatz von Farben

 

 

Manche Farben beruhigen, machen rastlos, beleben oder bringen Frische.

 

 

Für eine gelungene Farbgestaltung in der Farbberatung sind zwei Dinge ausschlaggebend: 1. die Persönlichkeit und 2. der Charakter der Farben.

Aufgrund von wissenschaftlichen Untersuchungen ist es erwiesen, dass Farben nicht nur von unseren Augen, sondern auch über unser größtes Organ, der Haut, in Form von elektromagnetischen Wellen wahrgenommen werden. Diese physikalischen Reize lösen in unserem Gehirn Emotionen aus, die mit den psychologischen Wirkungen der Farben ident sind. Daher ist es möglich, unser Wohlbefinden mittels richtiger Farbgestaltung in Räumen sowie bei der gezielten Auswahl der Bekleidungsfarbe zu beeinflussen.

Die Symbolkraft der Farben können wir zur Unterstützung unserer Eigenschaften verwenden. Durch den gezielten Einsatz von Farben kann das Umfeld strategisch beeinflusst, höhere Kompetenz vermittelt und das eigene Wohlbefinden gesteigert werden!

 

 

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farbenfrohe Grüße

Isabella Jaburek-Nourry

  

Fragen zu Buchungen und Informationen 

Schreiben Sie mir an style@nulllookatyou.at – ich freue mich auf Ihre Nachricht!

 

 

Fotos:

Isabella Jaburek-Nourry / LOOK AT YOU e. U.

Titelbild: www.shutterstock.com

www.pixabay.com:

Frau in rotem Kleid / Paprika von uroburos / Rose von Moshe Harosh  

Kamin Feuer / Antoine Nourry

 

Literatur:

Vollmar, Klausbernd. Das große Buch der Farben. 2012

Heller, Eva. Wie Farben wirken. 2013

Causse, Jean-Gabriel. Die unglaubliche Kraft der Farben. 2014

Braem, Harald. Die Macht der Farben. Bedeutung & Symbolik. 2012

Wäldle, Rainer. Die neue Farb- und Stilberatung. 2002

Film: Magie der Farben. Terra X. Mai 2016.

 

 

 

 

 

 

Inhalt

Der erste Eindruck – ein Blitzurteil

Wie verlässlich ist das ‚Blitzurteil‘ wirklich?

Der ‚Halo-Effekt‘

Der Gesamteindruck zählt

Was wollen Sie vermitteln?

 

 

Der erste Eindruck – ein Blitzurteil

 

Ob wir wollen oder nicht: Bei jeder Begegnung mit einem anderen Menschen fällen wir blitzschnell Urteile über ihn. Die erste und die beste Auskunft erfahren wir über den Gesichtsausdruck. Als soziales Wesen war der Mensch immer schon darauf angewiesen, in den Gesichtern der anderen Mitmenschen zu lesen. Bei der ersten Begegnung mit Fremden ist eine schnelle Diagnose von Bedeutung, denn wir wollen wissen, ob jemand vertrauenswürdig, gesund, klug, dominant, aggressiv oder verträglich ist.

 

 

 

 

Sobald ein Gesicht in unser Blickfeld gerät, fängt unser Gehirn,  ohne dass wir uns dessen bewusst werden, wie rasend an zu arbeiten. Der sogenannte ‚Mandelkern‘ (Amygdala), eine Art Filterstation im Gehirn für soziale Signale, hilft uns dabei die ersten Eindrücke zu selektieren. Bekannt oder unbekannt? Jung oder alt? Schön oder hässlich? Sympathisch oder unsympathisch? Je nach dem was wir entziffern können, lassen wir uns auf den anderen ein oder machen einen großen Bogen um ihn.

In zahlreichen Experimenten bezüglich Gesichtsanalysen  – den Testpersonen wurden Fotos vorgelegt – zeigte sich, dass die Urteilssicherheit bei der Fragestellung ‚vertrauenswürdig‘ – ‚nicht vertrauenswürdig‚ etwa 60 % oder mehr betrug und damit deutlich über dem Zufallstreffer lag.

An dieser Stelle muss ich noch einen Schritt weiter gehen und hinzufügen, dass wir parallel zur ‚Gesichtsdatenverarbeitung‘ noch viel mehr Eindrücke anhand von Körperhaltung, Kleidung, Geruch, Stimme und Verhalten zur Urteilsbildung heranziehen und extrem schnell verarbeiten können.

 

 

Wie verlässlich ist das ‚Blitzurteil‘ wirklich?

 

 

Aus Erfahrung wissen wir, dass diese Blitz-Urteile in vielen Fällen keine endgültigen Ergebnisse sind oder sein werden und manche Urteile später – im realen Verhalten eines Menschen – korrigiert werden müssen. Trotzdem wäre es fatal, auf die Aussagekraft des ersten Eindrucks zu verzichten. Das würde bedeuten, dass wir auf eines der schnellsten und meist auch präzisesten Erkenntnissysteme in unserem Kopf verzichten würden.

 

Unser Gehirn verfügt über ein sehr präzises Erkenntnissystem.

 

Diese menschliche Fähigkeit der Schnellbeurteilung mag fehlerbehaftet sein, aber in Situationen, in denen schnelle Entscheidungen gefällt werden müssen, ist diese Art von Beurteilung ein wichtiger Mechanismus, den wir nie wirklich ausschalten können. Dieser Beurteilungs-Mechanismus ist nicht nur auf das Gesichtsfeld bzw. den Gesichtsausdruck beschränkt. Bleiben wir trotzdem noch beim Gesichtsausdruck. NeurowissenschafterInnen haben in zahlreichen Experimenten getestet, wie schnell wir auf Gesichter reagieren: Fotografien von Gesichtern die nur für 13 Millisekunden präsentiert wurden – das ist deutlich unter der Schwelle für eine genaue Wahrnehmung – konnten von Testpersonen mit sehr hoher Treffsicherheit als attraktiv eingestuft werden. 

 

 

Der ‚HALO-Effekt‘

 

 

Und zu diesem kurzen Augenblick der Attraktivitätsbeurteilung gesellt sich gleich noch ein bedeutender Effekt hinzu: der sogenannte HALO-Effekt. Darunter versteht man eine ganze Reihe an weiterer positiven Attribuierung über den ‚Besitzer‘ oder die ‚Besitzerin‘ des schönen Gesichts. Diese positiven Beurteilungen stellen sich quasi automatisch ein: Ist das Gesicht attraktiv, gilt diese Person auch gleichzeitig als verlässlich, klug, sympathisch, verträglich, kollegial und vertrauenswürdig.

 

Gutgekleidete und gutaussehende Menschen gelten als vertrauenswürdig, klug, kompetent und sympathisch.

 

Die stereotype Aussage ‚Schön ist gut, und Gut ist schön‘ enthält einen Kern an Wahrheit, denn die Beziehung zwischen gutem Aussehen und positiven Persönlichkeitseigenschaften ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit real, und wird leicht und schnell erkannt. Eine optimistische Lebenseinstellung, eine positive Einstellung zu sich selbst und ein stilvoller Auftritt können von ihrem Gegenüber und vice versa binnen Bruchteil von Sekunden ‚abgelesen‘ und positiv bewertet werden. Daher ist es wichtig, dass alle Einzelkomponenten wie Gesichtsausdruck, Körperhaltung, Kleidung, Geruch, Stimme und Verhalten ein harmonisches Gesamtbild der Person ergeben.

 

 

 

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Der Gesamteindruck zählt

 

 

Der Gesamteindruck zählt und dabei spielen Kleidung und Benehmen eine maßgebliche Rolle. Kleidung ist der Spiegel unserer Persönlichkeit und jeder Kontakt mit Menschen ist ein kleiner ‚Auftritt‚. Sie können Ihre Non-Verbale-Kommunikation und Ihre Wirkung auf Ihr Umfeld maßgeblich beeinflussen und aktiv gestalten. Wenn die Blitzbeurteilung von unseren Mitmenschen so schnell und gut funktioniert, dann sollten der so oft als oberflächlich eingestuften Kleidungs-Fragen und Benimm-Regeln viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Genau hier setzt meine Arbeit als Image-, Farb- und Stilberaterin an. Ausgestattet mit dem Know-How der Bedeutung und Wirkung aktueller Fashion-TrendsModestilrichtungen, Schnitttechnik und farbpsychologischen Kenntnissen, wird mit Hilfe der ‚Wording‘-Methode*, einem Fragen-Katalog und eingehenden Evaluierungsgesprächen Ihr neues Image/Bild laut Wirkungswunsch kreiert und anschließend in die Praxis umgesetzt.

Bei meinen Recherchen ist die Auswahl der Inspirationsquellen in Form von Bildern, Videos und Büchern manchmal  außergewöhnlich. Das Hilft mir aber, um anschließend den perfekten Vergleich der Wirkungsunterschiede im Kopf zu haben. Es ist wichtig für mich zu wissen, wo der ‚Fashion-Trend-Zug‘ hinfährt, welche Strömungen oder Tendenzen sich international abzeichnen. Meine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei auch der österreichischen Modeszene und den Fair-Fashion Produzenten.

Hier ein Beispiel einer meiner Inspirationsquellen für Herren: Zwei Mal im Jahr, im Jänner und im Juni, findet in meiner ehemaligen Heimatstadt Florenz einer der wichtigsten Modemessen der Welt statt: die Pitti Immagine Uomo. Die Messe ist zu einer internationalen Drehscheibe  und Gradmesser für die Entwicklung der Männermode – am Rande gibt es auch einige Labels für Damenmode – geworden. Der Platz vor dem Eingang und die Gehwege der Pitti Uomo werden zum Laufsteg.  Wer etwas auf sich hält, zeigt seinen ganz persönlichen Stil, seinen individuellen Ausdruck, seine Farben.

 

Hier geht’s zur Fashion Show in Florenz – Was ist Ihr erster Eindruck?

 

 

 

Mit zunehmender Relevanz von Street-Styles wurde auch die Pitti Uomo mehr und mehr von den sogenannten ‚Peacocks of Pitti‘ den ‚eitlen Pfauen‘, dominiert – Männer, die in auffälligen dreiteiligen Anzügen durch die Straßen von Florenz spazieren. Eines steht fest: sehr bunt gekleidete Menschen prägen in diesen Tagen das Stadtbild. Mag sein, dass die BesucherInnen der Modemesse schrill sind, aber die Bilder zeigen, was rein stiltechnisch möglich ist. Neben klassischen Outfits ist die Bandbreite anderer Stilrichtungen eben sehr groß.

Das soll aber nicht heißen, dass ich den Herren in einer Beratung den ‚Pitti Peacock-Stil‘ empfehle, aber je weiter meine Recherchetätigkeiten reichen, desto größer ist die Treffsicherheit, um Image-Wünsche rein kleidertechnisch umsetzen zu können.

 

 Kleidung spricht, noch bevor Sie etwas sagen!

 

Was wollen Sie vermitteln?

 

Und zum Schluss stelle ich noch die Frage: Was wollen Sie vermitteln? Wollen Sie resoluter und seriöser auftreten oder eine ganz andere Seite von sich zeigen? Passen Beruf(ung) und Ihr Erscheinungsbild zusammen? Wollen Sie moderner und souveräner auftreten? Wollen Sie für Ihre nächsten Präsentation perfekt vorbereitet sein und optisch punkten? Sie haben ein wichtiges Vorstellungsgespräch oder wollen Sie Ihr Unternehmen präsentieren? Wollen Sie Farben strategisch einsetzen oder einen ganz neuen Look kreieren? Wollen Sie eine Stilberatung, die Ihre Garderobe auf den neuesten Stand bringt?

Meine besondere Begabung liegt darin, Persönlichkeiten und deren Anforderungen schnell zu erfassen und alles in den passenden Stil – nämlich Ihren Stil – mit Hilfe der ‚Wording‘-Methode* zu übersetzen. Mode transportiert bekanntlich immer eine nonverbale Botschaft. Sie ist Teil der nonverbalen Kommunikation und die unterschiedlichen Stilrichtungen erlauben uns, Menschen anhand ihrer Kleidung blitzschnell zu codieren.

 

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* Die ‚Wording‘-Methode ist eine von mir entwickelte Methode, um optische Eindrücke zu erfassen. Es wird immer nur ein Wort verwendet. Das ausgewählte Wort wird anschließend in eine Farbe, ein Material, Schnitt oder Stil ‚übersetzt‘. Ein Beispiel: Das Wort ‚feminin‘ ist ein weitläufiger Begriff, aber welches Material könnte für dieses Wort eingesetzt werden?  Was passt zum Wort ‚kompetent‘ oder ’souverän‘? Die Antworten erhalten Sie in meiner Beratung.

 

 

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Mit stilvollen Grüßen

Mag. Isabella Jaburek-Nourry

 

 

 

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Fotos:

Portait Isabella Jaburek-Nourry /Britta Neubinger

Video Pitti Uomo 2018: www.wgsn.com / Pitti Uomo 94 / Juni 2018

Titelbild: shutterstock.com

Bild im Text: shutterstock.com

Literatur:

Hogan, Kevin. The Psychology of Persuasion.

www.parisiangentleman.co.uk / ‚What I learned at Pitti Uomo 94‘ / Bernhard Roetzel / 19.6.2018

Renz, Ulrich. Schönheit: Eine Wissenschaft für sich.

Dumont, Sandy. 7 Days to a More Powerful and Magnetic Image.

Psycholgie: Was uns ein Gesicht verrät / Jena Pincott / März 2013

 

 

Öffnungszeiten: 

Beratungs-Studio LOOK AT YOU

Columbusplatz 6 / 2 OG / Top 3, 1100 WIEN

Montag 9 – 18 Uhr / Mittwoch 9 – 18 Uhr

Donnerstag 9 – 18 Uhr / Samstag 9 – 18 Uhr

Abend-Termine bzw. Termine außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind möglich

 

 

 Welche Signale senden Sie?

 

Wie kompetent Sie eingeschätzt werden, hängt nicht nur von Ihrer Leistung ab. Ihre Selbstdarstellung und Ihr Erscheinungsbild sind maßgeblich entscheidend dafür, ob Sie als kompetent und wertvoll im Unternehmen, oder als Repräsentant/-in des Unternehmens, wahrgenommen werden. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass es möglicherweise andere Gründe als Ihre Kompetenz dafür gibt?

 

Sind Sie sich wirklich immer bewusst, welche Signale Sie mit Ihrem Kleidungsstil senden?

 

 

Alle Menschen, auch Sie, entscheiden innerhalb eines Augenblicks – meist unbewusst und intuitiv – ob wir jemanden sympathisch und ansprechend finden oder nicht. Wie Sie sicher wissen, zählt der ERSTE EINDRUCK. Für den ersten Eindruck gibt es keine ZWEITE CHANCE und dafür bleibt nur wenig Zeit. Sie wollen wissen, wie viel Zeit Sie haben, um guten Eindruck zu machen? Ungefähr 155 Millisekunden – ja Sie haben richtig gelesen – brauchen Menschen, um sich ein erstes Urteil zu bilden. Ihr Gegenüber hat Sie in entscheidenden Situationen blitzschnell abgecheckt und eingeteilt. 

 

 

Machen Sie selbst den Test!

Wie wirken diese Damen auf Sie? Versuchen Sie so schnell wie möglich Ihr Urteil abzugeben.

 

 

BILD 1

 

 

           

BILD 2

 

 

     

BILD 3

 

 

Was sagen Sie zu Bild Nr. 1? Der Dame im Business-Outfit haben Sie vielleicht die Attribute „kompetent“, „souverän“, „organisiert“, „gepflegt“ oder „vertrauensvoll“ zugeordnet. Die Frau im roten Blazer (Bild 2) vermittelt Ihnen vielleicht das Gefühl, dass sie zielstrebig und entschlossen ist. Sie steht gerne im Mittelpunkt und weiß, wie sie ihren Willen durchsetzen kann. Und die dritte Dame (Bild 3) mit Lederjacke und Baseball-Kappe? Was halten Sie von ihr? Welche Attribute schreiben Sie ihr zu?

 

 

Kleidung – Ausdruck Ihrer Persönlichkeit

 

Ihre Persönlichkeit tragen Sie mithilfe von Kleidung und Accessoires für jeden sichtbar nach außen. Diese Tatsache können Sie für sich nutzen. Beeinflussen und ändern Sie den Eindruck, den Sie gerne hinterlassen möchten – bei Ihrem nächsten wichtigen Geschäftstermin, Ihrem Vortrag, Präsentation Ihres Unternehmens, bei Ihren Vorgesetzten oder Kollegen.

Laut Sozialpsychologe Kevin Hogan (Harvard University), läuft ein komplexer Selektionsmechanismus unbewusst in unserem Gehirn ab und innerhalb von Millisekunden wird entschieden, in welche Kategorie – nach kurzem Blickkontakt – unser Gegenüber einzuordnen ist: in die sogenannten ‚YES – NO- oder MAYBE-Kategorien‘.

Falls Sie es sofort in die ‚YES-Kategorie‘ (Wirkung: kompetent, total sympathisch, erfolgreich, gepflegtes Erscheinungsbild etc.) geschafft haben, haben sie gewonnen. Falls Sie in die ‚NO-Kategorie‘ (Wirkung: inkompetent, nicht sympathisch, unbekannt, ungepflegt etc.) fallen, haben sie keine Chance mehr. Wurden Sie der ‚MAYBE-Kategorie‘ (Wirkung: eventuell kompetent, nicht ganz unsympathisch, unmodisch, schon gehört von ihm/ihr etc.) zugeordnet, wird es schwer sein in die ‚YES-Kategorie‘ zu gelangen oder Sie rutschen in die ‚NO-Kategorie‘ ab.

Nun könnten Sie sich fragen: Was ist mit meinen inneren Werten? Wie steht es um mein Können, meine Qualitäten? Ihr Gegenüber kann nicht Gedanken lesen und kann auch nicht sofort beurteilen, was sie können oder nicht. Was auf den ersten Blick sichtbar ist, ist ihr Erscheinungsbild und die damit bewusst/unbewusst transportierten Botschaften an die Außenwelt. Daher ist es laut Kevin Hogan unerlässlich einen perfekten ersten Eindruck zu hinterlassen!

 

 

Was wollen Sie verändern?

 

Wollen Sie Farben strategischer einsetzen, einen neuen Look und eine Stilberatung, die Ihre Garderobe auf den neuesten Stand bringt? Sie wollen moderner und souveräner auftreten? Sie wollen für Ihre nächsten Präsentation perfekt vorbereitet sein und optisch punkten? Sie haben ein wichtiges Vorstellungsgespräch oder wollen ein neues Produkt / Ihr Unternehmen präsentieren? Ein stilvolles und selbstbewusstes Auftreten gelingt Ihnen gleich viel besser, wenn Sie sich dem Anlass entsprechend kleiden. Erfahren Sie, welche Kleidung für Sie geeignet und für Ihre Anforderungen passend ist.

 

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FÜR IHREN PERFEKTEN AUFTRITT!

 

 

Meine besondere Begabung liegt darin, Persönlichkeiten und deren Anforderungen schnell zu erfassen und alles in den passenden Stil zu übersetzen. Mode transportiert bekanntlich immer eine Botschaft. Sie ist Teil der nonverbalen Kommunikation, ein Code, eine Sprache. Die unterschiedlichen Stilrichtungen erlauben uns, Menschen anhand ihrer Kleidung zu codieren. Das bedeutet, dass Sie die Möglichkeit haben, sich entweder an dem jeweiligen Fashiontrend zu orientieren, sich zu ‚uniformieren‘ oder aufgrund Ihrer Persönlichkeit und Anforderungen Ihren individuellen Stil zu entwickeln. Als Stilberaterin bin ich mit allen ‚Key-Looks‘ und den optischen Wirkungen der verschiedenen Stilrichtungen vertraut.

 

 

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Mit stilvollen Grüßen

Mag. Isabella Jaburek-Nourry

 

 

 

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Farbpsychologie/Farbwirkung > Grün   Rot oder Ultra Violett

 

Fotos:

www.pixabay.com / www.shutterstock.com / Britta Neubinger

Literatur:

Renz, Ulrich. Schönheit: Eine Wissenschaft für sich.

Dumont, Sandy. 7 Days to a More Powerful and Magnetic Image.

Hogan, Kevin. The Psychology of Persuasion.

 

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STILBERATUNG und HERBST/Winter-TRENDS 2018

                                           

INHALT

TEIL I

Ihr Individueller Stil und Wirkungswunsch

Welche Modetrends sind für Sie geeignet?

Eine Stilberatung gibt Antwort

Ablauf einer Stilberatung

TEIL II

Die wichtigsten Trend-Themen für Herbst/Winter 2018  inkl. Styling-Tipps

Materialien – Silhouetten – Farben – Muster

Kontakt/Newsletter

 

 

 

TEIL I

 

Ihr individueller Stil und Wirkungswunsch

 

Bewusst und strategisch gesetzte Stilveränderungen verbessern nicht nur den Wirkungswunsch nach außen, sondern ändern auch nachhaltig Ihr inneres Bild

Das Eigenbild, das Sie ohnehin bereits in sich tragen, zu hinterfragen, positiv zu bewerten und im Rahmen einer Stilberatung sichtbar zu machen, sei es mittels speziell abgestimmten Farbkombinationen oder einem neuen Kleiderstil, ist erstens eine spannende ‚Reise‘ zu sich selbst, und zweitens bedarf es auch einer Portion Mut, sich außerhalb der eigenen Komfortzone zu bewegen. Persönlicher Stil macht selbstbewusster!

Wer sich mit seinem Auftreten beschäftigt, wird sich – abgesehen von Körpersprache, Stimmtraining oder Umgangsformen – früher oder später auch mit seinem persönlichen Kleider-Stil auseinandersetzen. Am eigenen Image zu arbeiten bedeutet, die eigene Persönlichkeit optisch so zu gestalten, dass mittels Kleidung die beste Wirkung auf andere entsteht.

Dabei tun sich einige Fragen auf: Welcher Stil passt zu mir? Wo trete ich auf? Suche ich den perfekten Business-Look oder den privaten Wohlfühl-Look? Welcher Kleiderschnitt oder Anzug ist für meine Figur geeignet? Wie finde ich meinen persönlichen Stil? Wie möchte ich wirken? Welche Materialien, Muster oder Accessoires unterstreichen meinen Typ? Welche Farbkombinationen und Trends passen mir? 

 

 

Welche Modetrends sind für Sie geeignet?

 

In der Mode-Branche herrscht Druck jede Saison Neues zu kreieren. Viele Designer entwerfen mehrere Kollektionen pro Jahr, obwohl Mode angeblich totgesagt ist und nur mehr ein Spielball gewiefter Marketing-Genies sei, um den ohnehin übersättigten Markt zu bedienen. So rufen es zumindest kritische Stimmen: Alles ist schon dagewesen und nur mehr eine Wiederholung oder Wiederbelebung verschiedener Modetrends.

Bezüglich Trends gilt im Moment das Motto: für jeden Geschmack ist etwas dabei! Das ist verwirrend und nicht richtungsweisend. In den Modezeitschriften werden zu Saisonbeginn Midi- und Makro-Trends, die Top 10s aufgezählt oder die Mega-Trends hervorgehoben. Welcher Fashion- oder Farbtrend ist nun für Sie richtig? 

Ich kann Sie beruhigen. Ihr persönlicher Kleiderstil hat wenig bis gar nichts mit den momentan angesagten Trends zu tun!

 

 

Eine Stilberatung gibt Antwort

 

Was in einer Stilberatung in erster Linie herausgearbeitet wird, kann am besten mit dem Wort ‚Zeitlosigkeit‘ beschrieben werden. Damit meine ich folgendes: Egal welcher Trend momentan angesagt ist, Ihre Kleidung ist perfekt auf Ihren individuellen Farbtyp, Proportionen, Persönlichkeit und momentane Lebenssituation abgestimmt.

Sich mit Stil zu beschäftigen ist eine Aufgabe, die ein Leben lang andauert. Das schöne dabei: Man kann ihn immer ein wenig nachjustieren und anpassen. Sie haben Ihren Stil bereits gefunden? In einer Beratung haben Sie auch die Möglichkeit, Ihren Stil zu optimieren oder trendmäßig weiter zu entwickeln.

Draußen auf der Modebühne können Designer eigentlich noch so laut ihre Trends und Hypes ausrufen, es wird Sie peripher bis gar nicht tangieren, denn Sie surfen nach einer Stilberatung völlig gelassen durch den Mode-Dschungel! Sie haben Ihren Stil gefunden!

 

 

Welcher Trend auch immer angesagt ist, Sie können ihn nach einer

Stilberatung entweder völlig ignorieren oder integrieren!

 

 

Ablauf einer Stilberatung

 

Nach einem Erstgespräch – persönlich oder telefonisch – sende ich Ihnen einen Fragebogen. Im Fragebogen werden alle wichtigen Anhaltspunkte über Wirkungswunsch, Eigenschaften, angestrebtes Image, Beruf und Position u.v.m. erörtert. Sollte das Erstgespräch nicht persönlich stattfinden, bitte ich um die Zusendung von Fotos. Anhand der beantworteten Fragen, Ihren individuellen Anforderungen, persönlichen Wünschen und der Fotos entwerfe ich ein Stil-Konzept. Beim zweiten Termin wird das Konzept vorgestellt – die Beratung kann beginnen.

 

 

Hier geht’s zur Package-Buchung >> MEINE persönliche STILBERATUNG! 

Schreiben Sie mir wofür Sie Ihre Stilberatung benötigen – BUSINESS oder PRIVAT.

 

 

 

 

TEIL II

 

Die wichtigsten Trend-Themen für Herbst/Winter 2018

inkl. Styling-Tipps

 

Trends im Auge zu behalten ist per se nicht schlecht. Sie zeigen damit, dass Sie informiert und modeinteressiert sind. Ob der Trend zum eigenen Stil passt, kann auf Wunsch im Zuge einer Farb- und Stilberatung herausgearbeitet oder bei einer Shopping-Tour berücksichtigt werden!

 

 

KARO – VON GLENCHECK bis HAHNENTRITT

Karo-Muster erleben soeben ein totales Comeback. Karo zeigt sich in all seinen Facetten: von Glencheck bis Tartan, von Argyle bis Vichy, Pepitas oder Gitterkaro – es ist das angesagte Muster der Saison. Karo wird sich quer durch alle Produktpaletten in der Damen- sowie Herrenmode zeigen und darf auch wild gemixt werden. Achten Sie auf die Farbgebung und die Größe der Musterung. Karomuster klein dosiert hat auch seinen Reiz. Es muss nicht gleich ein kompletter Anzug in Karo sein.

TIPP: Großflächig getragene Karo-Musterung passen Silhouetten mit ausgewogener und gerader Körperform sowie Frauen mit extravagantem Styling. Extravaganz kommt über großflächige Checks auch bei den Herren gut an. Der Rollkragenpullover ist der perfekte Begleiter zum Karo-Sakko.

 

 

TON in TON

Feinste Nuancen aus einer Farbfamilie geben dem Look das gewisse Etwas. Den Begriff ‚Colourmelting‚ werden Sie in dieser Saison des Öfteren hören. Die optische Wirkung des farbigen Zusammenspiels ist einzigartig und fulminant. Alles ist aufeinander perfekt abgestimmt. Das harmonische Farbarrangement ist zwar eine Herausforderung, dafür aber ein optischer Augenschmaus.

TIPP: Ton-in-Ton-Outfits sind perfekt für kleinere Frauen. Der Farbverlauf in einer vertikalen Linie wirkt streckend. Das gleiche gilt für den modebewussten Herren.

 

 

 

 

 

 

FLOWERS – PRINTS – LOGOS

Blumenmuster und diverse Prints begleiten uns schon seit einigen Saisonen. Leoprints & Co, entweder in klassischer Kombination oder in knalligen Farben, sind auch diesen Winter wieder angesagt. Logos im Riesenformat waren auf den Laufstegen nicht zu übersehen. Sie zierten Schals, Jacken, Kappen, Trikots oder Kleider. Motto-Shirts und Hoodies, sei es für Damen oder Herren, sind mit großen Lettern  und Schriftzügen versehen. Sie wirken expressiv und dynamisch. 

TIPP: Ein Teil mit auffälliger Musterung oder Print reicht pro Outfit. Große Logos sollten nicht an Körperstellen platziert sein, die Sie eigentlich gerne kaschieren möchten. Ein T-Shirt mit Riesen-Lettern bei großer Oberweite wäre kontraproduktiv.

 

 

THE 80s

Drapierte, enge Kleider, Ledermäntel mit breiten Ärmeln und betonte, starke Schultern sind stilistisch mit diesem Jahrzehnt fest verbunden.  Selbst die Acid Washed Jean wurde bei manchen Designern wiederbelebt. Dennoch wirkt der Look sehr frei in der Umsetzung. Wenn Crossdressing (siehe unten) angesagt ist, können einzelne Stücke das Styling sogar beleben.

TIPP: Die Stil der 80er war ihr Lieblingsstil? Setzen Sie Stilelemente nur andeutungsweise um – es wirkt nicht so extrem.

 

 

CROSSDRESSING

Crossdressing wird bleiben und damit ist das Mixen von verschiedenen Stilwelten gemeint. Sportswear trifft auf Klassik, Romantik trifft auf Western oder Casual Wear trifft auf Feminität. Die moderne Form von Crossdressing bietet die Möglichkeit verschiedene Stile zu vereinen.

TIPP: Es ist schon lange kein Tabu mehr einen klassischen Mantel mit Track-Pants (Hosen mit Galonstreifen), Sneakers und Seidenbluse zu kombinieren.

Beim Thema Crossdressing spielt eine gewisse Detailverliebtheit mit: ein Tunnelzug bei Hosen, Kapuzen, die einen sportlichen Touch mitbringen oder Reißverschlüsse die cool wirken. Tunnelzug oder Kordeln bringen selbst femininen Teilen einen sportlichen Schwung. Streifen zieren nicht nur Hosen, sondern auch Jacken und Shirts mit lässiger Selbstverständlichkeit. Cosy Casual nennt man diesen Look bei den Herren – der Mix von traditionellen Stoffen wie Cord oder Tweed in trendigen Farben gepaart mit Casual-Teilen.

TIPP: Der Mix von verschiedenen Stilwelten lässt Outfits interessanter wirken. Prüfen Sie, ob dieser Look für Ihr Business geeignet ist und nicht zu leger wirkt.

 

 

MATERIALIEN – SILHOUETTEN – FARBEN – MUSTER

 

Sie sind auf der Suche nach speziellen MATERIALIEN?

Halten Sie Ausschau nach: TÜLL – wirkt extrem feminin; SATIN – Satin-Glanz bringt Glamour in den Look; FAKE FURE – Pelzimitat ist ein wichtiges Thema und freut die Tierschützer; PAILLETTEN – bringen selbst bei Tageslicht einen Touch von Discofieber; SCUBA – ist ein elastischer Doubleface-Stoff, der stark an Neopren erinnert, allerdings weicher und dünner; VELVET – Glattsamt aus Baumwolle in vielen Ausführungen oder VELOUR – ein Produkt mit flauschiger Oberfläche.

 

Die angesagten SILHOUETTEN sind:

entweder LANG & SCHMAL (Schlauchkleider), extrem OVERSIZE (Mäntel, Hoodies), ziemlich KURZ (Kleider und Röcke), MIDI-Länge – bei Röcken und Kleidern, lange A-Linie-Silhouetten (Seidenkleider), betonte HÜFTEN (Kleider sowie Mäntel) oder betonte SCHULTERN (bei Jacken und Mänteln).

TIPP: Ihre Körperform ist die Grundlage für die Schnittlinie der Kleidungsstücke! Sie sind groß und schlank – die lange, schmale Silhouette passt!

 

Bei FARBEN konzentrieren Sie sich auf:

OLIVETÖNE – werden mit starken Farben gemixt, BRAUN- und ERDTÖNE – sind beliebte Nuancen, auch bei Leder und Shearling (Lammfell), LEUCHTENDE, ELEKTRISCHE FARBEN – geben von selbst den Ton an, ROT-NUANCEN, ORANGE , GELB oder BORDEAUX-ROSA-Kombinationen.

TIPP: Achten Sie darauf, welche Farbe Sie beim Gesicht tragen! Versuchen Sie Farben beim Styling zu wiederholen!

 

Diese MUSTER könnten Sie interessieren:

BLUMEN-MUSTER – sind der Dauerbrenner , LEO-PRINTS – das Wildkatzenmuster kehrt wieder zurück, BLOCK– und ZEBRA-Streifen – frischen die Garderobe auf, KARO – wird großflächig in allen Schattierungen getragen, POLKA-DOTS oder STREIFEN – zeigen sich diese Saison sehr facettenreich.

 

 

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Mit stilvollen Grüßen

Mag. Isabella Jaburek-Nourry

 

 

 

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Farbwirkungen > Grün   Rot oder Ultra Violett

 

Foto:

Britta Neubinger (Portrait)

Isabella Jaburek-Nourry

 

 

Öffnungszeiten: 

Beratungs-Studio LOOK AT YOU

Columbusplatz 6 / 2 OG / Top 3, 1100 WIEN:

Montag 9 – 18 Uhr / Mittwoch 9 – 18 Uhr

Donnerstag 9 – 18 Uhr / Samstag 9 – 18 Uhr

Abend-Termine bzw. Termine außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind möglich

 

 

 

DIE BEDEUTUNG DER FARBE VIOLETT  (TEIL 1) 

 

 

 

 

 

 

Das Pantone Color-Institute hat Ultra Violett (#18-3838) als Farbe des Jahres 2018 auserkoren. Ein dramatischer Lilaton der Einfallsreichtum, visionäres Denken und Originalität ausdrücken soll. Das Jahr 2018 wird also mystisch. Die Farbe soll inspirieren, kreatives Denken fördern, zur Achtsamkeit anregen und einen Gegenpol zum reizüberfüllten Alltag darstellen. 

 

 

 

Ambivalente Mischung

 

 

 

 

 

 

Violett ist die Mischung aus Rot und Blau. Violett ist eine Farbe der gemischten Gefühle und wird von mehr Menschen abgelehnt als geliebt. Banal ausgerückt: Wasser erstickt Feuer, Hitze trifft auf Kälte. Farbforscher meinen sogar, dass es niemals eine echte Verschmelzung zwischen Rot und Blau geben kann. Die beiden Farbenergien bekämpfen sich gegenseitig.

 

Die Farbmischung von Blau und Rot trägt eine immense Spannung in sich.

 

Amerikanische Psychologen haben einen interessanten Versuch mit Farben und Kleidung gemacht. Einer Gruppe von Männern wurde ein Video vorgeführt, in dem eine Frau einen blauen Pullover trägt. Sie wurden anschließend befragt, ob sie sich mit dieser Frau treffen möchten. Die Dame im blauen Pullover wurde jedoch als unattraktiver Durchschnittstyp bewertet. Niemand wollte sich ein Date mit ihr ausmachen. Bei der zweiten Videovorführung trug die Dame einen roten Pullover. Immerhin zeigte die Hälfte der männlichen Probanden plötzlich Interesse. Sie beurteilten die Lady in Rot als attraktiv und würden mit ihr ausgehen. Der Versuch sollte zeigen, inwiefern Farben unsere Entscheidungen beeinflussen.

Und wenn die Frau eine violetten Pullover getragen hätte? Höchstwahrscheinlich hätten die Probanden einerseits Interesse und andererseits Unsicherheit gezeigt. Violett als ambivalente Farbe, deren innere Spannung nur wenige Menschen aushalten können, wirkt geheimnisvoll, extravagant, verführerisch, abgründig, dramatisch, sinnlich, luxuriös, kühl, beklemmend, sakral oder intuitiv. Violett verleiht einen Hauch von Dramatik, Eleganz und Individualität. Menschen die sich mit diesem Farbton umgeben sind Individualisten, die man nicht so schnell vergisst. Wer nicht auffallen möchte, sollte auf kräftiges Violett verzichten.

 

Mischfarben oder Sekundärfarben zeigen einen vielschichtigen Charakter. Je nach dem wie die Mischung ausfällt, ergeben sich ganz unterschiedliche Violett-Nuancen, entweder mit mehr Blau- oder Rotbetonung. In der Antike wurde beispielsweise mit Purpur gefärbt. Es war einer der teuersten Farbstoffe mit breitem Farbspektrum. Das kirchliche Violett hat seinen Ursprung im Purpur. Purpur ist die allgemeine Bezeichnung für Nuancen zwischen Rot und Blau (physikalisch gesehen zwischen Rot und Violett). Rotviolett oder Violett war die Farbe der Herrschenden und Mächtigen.

 

 

 

Farbe der Macht

 

 

 

 

 

 

Der Farbstoff Purpur spielte in der antiken Welt eine große Rolle. Purpur war der Inbegriff von Reichtum, Schönheit und Macht. Im römischen Reich war es nur dem Kaiser, der Kaiserin und dem Thronfolger gestattet Kleidung in dieser Farbe zu tragen. Minister und hohen Beamten hatten lediglich einen purpurfarbenen Besatz an der Toga. Die strenge Kleiderordnung wurde strickt eingehalten. Die Machtfarbe Purpur war die Farbe der Herrscher. Sonst trug niemand diese Farbe, darauf stand die Todesstrafe.

Ca. 1500 v. Chr. haben die Phönizier die Gewinnung des Purpurfarbstoffs aus der Purpur-Schnecke entdeckt und die Farbrezepte streng geheim gehalten. Das Farbspektrum reichte von tiefem Blauviolett bis zu blassem Lila. Der Farbstoff wurde aus dem meist farblosen, leicht gelblichen Schleim der Meeresschnecken hergestellt. Aus 100 Litern Schneckensaftbrühe konnten lediglich fünf Liter Farbstoff hergestellt werden. Nur die Reichsten konnten sich purpurfarbene Kleidungsstücke leisten, denn die Anfertigung der Prachtgewänder dauerte mehrere Jahre.

 

 

 

Farbe an der Grenze

 

 

 

 

 

 

Dieses Foto habe ich mit meinem Samsung Galaxy S6 am 31.12.2017 um ca. 23:43 Uhr in Bratislava-Zentrum aufgenommen. Ich habe es nicht bearbeitet. Interessant erschien mir, mit welcher magischen Anziehungskraft die Menschen diesem Licht zum Donauufer folgten. Viele versammelten sich bei einer Tribüne in Ufernähe und warteten auf das Feuerwerk anlässlich des Jahreswechsels. Das ultra-violette Licht, begleitet von sphärischen Klängen, strahlte in den Nachthimmel und verschwand in der Finsternis. Ein magischer Moment.

Violett steht an der Grenze zu dem für das menschliche Auge unsichtbaren Ultraviolett. Für den Physiker steht Violett am Anfang oder am Ende des sichtbaren Spektrums als Farbe der höchsten Lichtschwingung, zeigt aber zugleich die kürzeste Wellenlänge. Violett wird durch ein Prisma von allen Farben am stärksten gebrochen. Bei Betrachtung eines Regenbogens steht diese Farbe am äußersten Rand der Spektralfarben, nimmt aber gleichzeitig den größten Bereich ein. Violett ist die Farbe der Magie, in manchen Kulturen sogar die Farbe der Seelenwanderung, Symbol für Sehnsucht, Täuschung oder Zauberei.  

 

 

 

Süße Zauberei

 

 

 

 

 

 

Auf dem Foto sind keine Edelsteine abgebildet, sondern kandierte Veilchen. Abgesehen von der Farbe ist der zarte Geschmack der Veilchen etwas Besonderes. Die Verwendung der kandierten Blüten, um Speisen zu verzieren oder zu versüßen, erreichte ihren Höhepunkt ca. im 15. und 16. Jahrhundert. Die Blumen wurden in Honig gekocht, in Öl eingeweicht oder mit Mandeln und Rosenwasser zu einer Art Marzipan verarbeitet. In England zur Zeit von Königin Viktoria war es en vogue kandierte Veilchen zu naschen. Echte Veilchenblüten waren auch die Lieblingssüßigkeit der legendären Kaiserin Sisi. Bei der K. u. K. Hofzuckerbäckerei Gerstner in Wien sind sie nach dem Originalrezept in einer Samt-Dose erhältlich. Eine lila-süße Verführung.

 

 

 

Lila Verführung

 

 

 

 

 

 

‚Zusammen mit Schwarz und Rot wird Violett als die Farbe der Lust angesehen. Dies liegt nicht nur daran, dass man der hohen Geistlichkeit des Mittelalters einen besonderen wollüstigen Lebenswandel nachsagte, sondern dass farbtheoretisch in der Farbe Violett das aktive fordernde Rot mit dem hingebungsvollen Blau verschmilzt‘ (K. Vollmar). Violett drückt die Faszination der Lust aus. Das Foto zeigt ein Spitzentop aus der Wäsche-Kollektion Rosamunde. Verführerische violette Transparenz als Sinnbild für Lust und Hingabe.

 

 

 

Lila Blütenpracht

 

 

 

 

 

Natürlich musste ich stehenbleiben und diese Blütenpracht am Mercato di Sant‘ Ambrogio in Florenz fotografieren. Violett, kräftiges Pink und Lila sind so seltene Farben in der Natur, dass die Farbnamen meist identisch sind mit den Namen der Blumen. Violett wird zwar immer wieder als „Unfarbe“ bezeichnet, aber die wenigen Blüten die in der Realität zu finden sind, sind für Fotografen beliebte Shooting-Objekte.

 

 

Farbe und Psyche

Was ist ihre Lieblingsfarbe? Farben können nicht nur Emotionen auslösen, sie verraten angeblich auch einiges über die Psyche, die Vorlieben und Charakterzüge eines Menschen. Der wohl berühmteste Farben-Test dazu ist der sogenannte Lüscher-Test, der 1947 von dem Schweizer Psychologen Max Lüscher entwickelt wurde. Der Lüscher-Test wurde immer wieder überarbeitet und verbessert und ermöglicht unter anderem Einblicke in das Selbstbild, die Leistungskraft und Stressverträglichkeit eines Menschen. Die Erkenntnisse daraus werden heute nicht nur in der Personalentwicklung, sondern auch für Produktdesign oder in der Medizin eingesetzt.

 

 

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FARBBERATUNG – FARBHARMONIE  (TEIL 2)

 

 

Violett auf unserer Haut

Sicher haben sie das Phänomen aber schon im Alltag beobachtet: Einer rothaarigen Frau mit pfirsichfarbenen Teint passen eben ganz andere Farben als einer schwarzhaarigen Frau mit einem kühlen Hautton. Jeder Mensch hat von Geburt an sein natürliches Hautkolorit, das sich aus drei Faktoren zusammensetzt: Hautton (Teint), Haarfarbe und Augenfarbe. Welche Farben am besten zu Gesicht stehen und zur Persönlichkeit passen, kann mittels individueller Farbtyp-Beratung festgestellt werden.

Kräftige, klare Violett-Nuancen beinhaltet zum Beispiel die sogenannte Winter-Farbpalette für den ‚Wintertyp‚. Die Farben wirken klar, eisig, kontrastreich. Die Hautfarbe des ‚Wintertyps‘ bewegt sich zwischen hellem bis mittlerem Rose-Beige, Mittel- bis Dunkel-Rosa, helles, mittleres, dunkles Oliv, Braun, Braunschwarz oder Schwarz. Der Hautunterton erscheint bläulich. Der Teint wirkt oft durchsichtig und kühl. Ein perfektes Beispiel hierfür ist die Burlesque-Tänzerin und Model Dita von Teese.

‚Wintertypen‘ fallen durch ihre Kontraste auf. Da gibt es zum einen den charakteristischen südländlichen Typ mit schwarzen Haaren und dunkler Haut. Bei uns findet man dagegen mehr Menschen mit dunklen Haaren und heller Haut. Die Augenfarbe ist entweder Hellblau, Hellgrün, Blaugrau, Grün-Grau, Mittelbraun, Nussbraun, Olivbraun, dunkles Blaugrau oder Schwarz-Braun. Die Haarfarbe ist möglicherweise Hellblond, Platinblond, Mittelaschbraun, Dunkelbraun, Schwarzbraun, Schwarz, Blau-Schwarz oder Silbergrau, Grau, Weißgrau und Weiß.

 

 

 

 

Entwicklung und Entstehung der Farbtypberatung

Die Entstehung und Entwicklung der Farbtypberatung begann bei dem Schweizer Kunstpädagogen Johannes Itten (1888-1967). Den Untersuchungen von Itten ist es zu verdanken, dass wir die Farbharmonien in den unterschiedlichen Jahreszeiten auch auf uns Menschen übertragen. Er beobachtete seine Studenten und stellte dabei fest, dass sie bei der Aufgabenstellung zusammenpassende Farbakkorde zu malen, intuitiv jene Farben wählten, die harmonisch zu ihren Haaren und ihrer Haut passten. In seinem Buch Kunst der Farbe (1961) beschrieb Johannes Itten seine Beobachtungen und kreierte daraus die erste Farbtypen-Lehre. Aufbauend auf die Lehre von Itten hat die Malerin Suzanne Caygill (USA) eine praktische und  personenbezogene Methode ausgearbeitet. Sie versuchte die individuelle Farbgebung des Menschen zu erfassen und fertigte handgemalte Farbkarten, passend zur Haar-, Haut- und Augenfarbe ihrer Kunden. Dieses System wurde natürlich weiterentwickelt und vereinfacht.

Dennoch sind die vier Jahreszeiten ein gutes Beispiel für die unterschiedlichen Farben und deren Wirkungen. Im Winter prägen weiße und graue Töne der Schneelandschaft das Bild. Kalte Farben sind das Symbol für den Winter. Der Frühling bringt leuchtendes Grün hervor. Das satte Gelb der Narzissen und das feurige Orange der Tulpen – alle warmen, klaren Farben prägen das Bild dieser Jahreszeit. Der Sommer zeigt kühle Pastellfarben. Flirrende Hitze sorgt in dieser Jahreszeit für einen bläulichen Schimmer in der Luft. Im Herbst bestimmen Rostbraun, Weinrot oder Ocker das Bild. Die Sonne steht tiefer und der Nebel dämpft die leuchtenden warmen Farben.

Die klassische Einteilung in die „Vier-Jahreszeiten-Farbtypen“ ist längst überholt. Die Jahreszeittypologie kann maximal als Basis bzw. Ausgangspunkt betrachtet werden. Heute wird im Zuge einer ganzheitlichen Farbberatung wesentlich präziser und individueller beraten. Ich persönlich arbeite nach einem System mit zehn verschiedenen Farbpaletten.

 

Was ist das Ziel einer Farbberatung?

Das Ziel einer Farbberatung ist, die individuelle Farbpigmentierung, die sich im Laufe des Lebens nur minimal ändert, zu bestimmen. In Übereinstimmung mit der persönlichen Hautpigmentierung kann anschließend die äußere Farbgestaltung, beginnend bei der Kleidung, der Haarfarbe, dem Make-up und den dazu passenden Accessoires, im Einklang mit ihrer Persönlichkeit und Farbvorlieben, harmonisiert werden.

In der Farbanalyse wird mittels spezieller Farbtücher der individuelle ‚Farbtyp‘ ermittelt. Das Resultat ist der Ausgangspunkt für ihre ‚Farbenwelt‘, um ein harmonisches, vitales Gesamtbild, unter Berücksichtigung vieler Faktoren, wie Statur, Stil, Beruf u.v.m., zu schaffen. Die dazu verwendeten Farb- bzw. Analysetücher in den verschiedenen Farben, helfen nicht nur den Unterschied der Farbwirkung eindeutig festzustellen, sondern zeigen auch gleichzeitig, welche Farbkombinationen für die Kundin/Kunden optimal sind.

 

Ihr Nutzen – Farben sind der Ausgangspunkt

Wahrnehmungspsychologisch werden Farben vor Formen erkannt. Farben werden zuerst wahrgenommen, erst dann fällt der Blick auf den Schnitt oder Stil. In diesem Zusammenhang ist es daher sinnvoll, mit einer Farbberatung zu beginnen. Ihr Auftreten wirkt sympathisch und gewinnender. Ihre Ausstrahlung wird durch die Auswahl der richtigen Farben optimiert. Nach einer Farbberatung ist ein gezielter Garderobenaufbau möglich. Sie sparen Zeit, da der Umgang mit Farben und Farbkombinationen erleichtert wird.

 

 

Lassen sie Farbe in ihr Leben, denn Farben haben Einfluss auf ihre optische Erscheinung, ihre Attraktivität, ihre Wirkung und Kommunikation!

 

 

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FARBENFROHE GRÜSSE

Isabella Jaburek-Nourry

  

 

 

Fotos:

Isabella Jaburek-Nourry / LOOK AT YOU e.U.

Titelbild und Farbwolke Rot/Blau: www.shutterstock.com

 

Literatur:

Vollmar, Klausbernd. Das große Buch der Farben. 2012

Heller, Eva. Wie Farben wirken. 2013

Causse, Jean-Gabriel. Die unglaubliche Kraft der Farben. 2014

Braem, Harald. Die Macht der Farben. Bedeutung & Symbolik. 2012

Mode. 3000 Jahre Kostüme, Trends, Stile, Designer. 2013

www.karrierebibel.de/Was Farben über die Psyche verraten/Sept. 2007

 

 

 

TEIL 1 

DIE BEDEUTUNG DER FARBE GRÜN 

 

 

Achtzig Prozent unserer Sinneseindrücke werden über die Augen wahrgenommen und Farben geben uns dabei wichtige Informationen. Sie dienen zur Orientierung und sie berühren uns bis ins tiefste Innere. Farben verändern sogar unseren Geschmack und sie beeinflussen unsere Entscheidungen. Farben wirken auf unsere Gestik, Mimik und haben Auswirkungen auf unsere Gefühle. Sie sind so allgegenwärtig, dass wir sie für selbstverständlich halten, aber

 

Farben haben die Macht uns zu lenken.

 

Das liegt daran, dass Farben zu einem der ältesten und größten Kommunikationssysteme der Welt zählen. Es handelt sich um ein evolutionäres Code-System, wobei der Farbe GRÜN eine spezielle Schlüsselrolle zukommt. Photosynthese betreibende Pflanzen sind die Grundlage des Lebens auf unserer Erde. Grün ist sozusagen die ‚erste Farbe‘ der Welt.

 

 

Grün entspannt

Wir haben dieses Wissen gespeichert und nehmen Grün als Signal und Garantie des Überlebens wahr. Wir können viele Grün-Nuancen von einander unterscheiden – mit ein bisschen Übung können wir bis zu hundert verschiedene Grüntöne erkennen. Unsere Körper ist sozusagen auf Grün gepolt. Diese Informationen sind in unserem Stammhirn abgespeichert und je mehr Grün wir sehen, desto weniger Stresshormone werden ausgeschüttet. Grün hat eine heilende Wirkung auf uns.

 

 

 

 

Grün wirkt auf unser psychisches Wohlbefinden

In der Natur ist Grün die häufigste Farbe. Mit ihr wird Leben und Wachstum assoziiert. Insbesondere im Frühling kündigt sie den Beginn der neuen Jahreszeit an. Es ist die Farbe der Frische und Natürlichkeit und im übertragenen Sinn der Hoffnung und der Zuversicht. Als Signalfarbe bezeichnet sie das Normale, das Unproblematische und das Positive. Es ist alles im ‚grünen Bereich‘ bedeutet, dass alle Vorgänge funktionieren oder erlaubt sind.

 

 

 Grüne Getränke

Was passiert, wenn wir grüne Smoothies trinken? Sie sind nicht nur trendig, sondern auch gesund. Gemüse- und Obstgetränke aus grünen, frischen Zutaten wirken wie ein Jungbrunnen. Durch den regelmäßigen Verzehr von grünen Gemüsesäften nehmen wir nicht nur Vitamine, sondern auch Eisen und Mineralien auf. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der grüne Pflanzenfarbstoff eine antioxidative Wirkung hat, freie Radikale neutralisiert und krebserregende Giftstoffe binden kann. Grün wirkt also auch von Innen.

 

 

Grüne Düfte beleben

Wie duftet Grün? Spontane Geruchserinnerungen in Verbindung mit der Farbe Grün sind frisch. Tanne, Zeder, Föhre oder geschnittenes Gras kommen mir in den Sinn. Gewürzdüfte in der Küche, wie Basilikum, Dille, Melisse oder der Duft von Rosmarin sind auch sofort präsent. In der Advent- und Weihnachtszeit holen wir uns immergrüne duftende Tannenzweige oder Fichtenbäume in unsere Wohnzimmer. Diese immergrünen Pflanzen verkörpern Lebenskraft, und daran glaubten auch die Menschen in früheren Zeiten. Geschmückte grüne Bäume, Kränze und Girlanden im Haus galten als Sinnbild des ewigen Lebens. Grüne Düfte haben etwas belebendes, reinigendes, kräftigendes und wirken meist stimmungshebend.

 

 

 

 

Grüne Kraft tanken

Grün ist die Farbe der Mitte: Die Farbe wirkt harmonisierend, beruhigend und entspannend. Je mehr wir in einer digitalisierten, schnelllebigen Welt leben, desto mehr sehnen wir uns nach diesem Ausgleich. Die Sehnsucht nach Natur und Natürlichkeit spiegelt sich auch im Einrichtungsbereich wider: Der urbane Lifestyle wird durch begrünte Wände, bepflanzte Dachgärten, Tapeten mit botanischen Mustern und Wohnaccessoires, die die Natur in unser Zuhause holen, belebt.

 

 

 

 

 

Grünes Gift

Das hässliche Giftgrün steht dem schönen Grün des Frühlings entgegen. Grün ist die Farbe des Gesunden und des Giftigen. Sie symbolisiert das Leben und den Tod. Grün war die Lieblingsfarbe Napoleons, der sich an den Arsenausdünstungen grüner Tapete in seinem Haus auf St. Helena vergiftete. Als französische Chemiker die Überreste seines Leichnams analysierten, entdeckten sie große Mengen Arsen in seinen Haaren und Fingernägeln. Im feuchten Klima von St. Helena löste sich das Gift aus Tapeten, Möbelstoffen und grün gefärbtem Leder. Intensiv grüngefärbte Textilfarben enthielten Grünspan und Arsen. Napoleon starb somit an einer schleichenden Arsenvergiftung.

 

 

Grüne Mode

Unter ‚grüner Mode‘ verstehen wir Labels, die nachhaltige Mode anbieten. Mode, die weder Umwelt noch Menschen ausbeutet, ist eigentlich kein Nischenprodukt mehr, aber die Branche steckt noch in Kinderschuhen. Konsumenten müssen umdenken und große Unternehmen in den Markt einsteigen. Anspruchsvolles Design und faire Mode sind zwar kein Widerspruch mehr, aber es liegt nach wie vor in der Hand kleiner Produzenten ‚Fair-Fashion‘ voranzubringen.

 

 

 

Farbe und Psyche

Was ist ihre Lieblingsfarbe? Farben können nicht nur Emotionen auslösen, sie verraten angeblich auch einiges über die Psyche, die Vorlieben und Charakterzüge eines Menschen. Der wohl berühmteste Farben-Test dazu ist der sogenannte Lüscher-Test, der 1947 von dem Schweizer Psychologen Max Lüscher entwickelt wurde. Der Lüscher-Test wurde immer wieder überarbeitet und verbessert und ermöglicht unter anderem Einblicke in das Selbstbild, die Leistungskraft und Stressverträglichkeit eines Menschen. Die Erkenntnisse daraus werden heute nicht nur in der Personalentwicklung, sondern auch für Produktdesign oder in der Medizin eingesetzt.

 

 

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TEIL 2

FARBBERATUNG – FARBHARMONIE 

 

Grün auf unserer Haut

Wenn uns die Farbe Grün so gut tut, warum tragen wir sie nicht direkt auf unserer Haut? Im Prinzip spricht nichts dagegen, aber den richtigen Grünton zu finden, der mit unserem natürlichen Hautkolorit harmonisiert, ist kein leichtes Unterfangen. Die Naturfarbe stärkt nach Ergebnissen der Farbpsychologie das Selbstwertgefühl, stabilisiert und wirkt  vertrauenerweckend. Sicher haben sie das Phänomen aber schon im Alltag beobachtet: Einer rothaarigen Frau mit pfirsichfarbenen Teint passen eben ganz andere Farben bzw. Grünnuancen als einer schwarzhaarigen Frau mit einem kühlen, bläulichen Hautunterton.

Jeder Mensch hat von Geburt an sein natürliches Kolorit, das sich aus drei Faktoren zusammensetzt: Hautton (Teint), Haarfarbe und Augenfarbe. Welche Farben, abgesehen von den Grüntönen, ihnen am besten zu Gesicht stehen, kann mittels individueller Farbtyp-Beratung festgestellt werden.

Die Entstehung und Entwicklung der Farbtypberatung begann bei dem Schweizer Kunstpädagogen Johannes Itten (1888-1967). Den Untersuchungen von Itten ist es zu verdanken, dass wir die Farbharmonien in den unterschiedlichen Jahreszeiten auch auf uns Menschen übertragen. Er beobachtete seine Studenten und stellte dabei fest, dass sie bei der Aufgabenstellung zusammenpassende Farbakkorde zu malen, intuitiv jene Farben wählten, die harmonisch zu ihren Haaren und ihrer Haut passten. In seinem Buch Kunst der Farbe (1961) beschrieb Johannes Itten seine Beobachtungen und kreierte daraus die erste Farbtypen-Lehre.

Die klassische Einteilung in die „Vier-Jahreszeiten-Farbtypen“ ist längst überholt. Die Jahreszeittypologie kann maximal als Basis bzw. Ausgangspunkt betrachtet werden. Heute wird im Zuge einer ganzheitlichen Farbberatung wesentlich präziser und individueller beraten.

Dennoch sind die vier Jahreszeiten ein gutes Beispiel für die unterschiedlichen Farben und deren Wirkungen. Im Winter prägen weiße und graue Töne der Schneelandschaft das Bild. Kalte Farben sind das Symbol für den Winter. Der Frühling bringt alle leuchtenden Grüntöne hervor. Das satte Gelb der Narzissen und das feurige Orange der Tulpen – alle warmen klaren Farben prägen das Bild dieser Jahreszeit. Der Sommer zeigt kühle Pastellfarben. Flirrende Hitze sorgt in dieser Jahreszeit für einen bläulichen Schimmer in der Luft. Im Herbst bestimmen Rostbraun, Weinrot oder Ocker das Bild. Die Sonne steht tiefer und der Nebel dämpft die leuchtenden warmen Farben.

 

 

 

 

 

Was ist das Ziel einer Farbberatung?

Das Ziel einer Farbberatung ist, die individuelle Farbpigmentierung zu bestimmen, die sich im Laufe des Lebens nur minimal ändert.  In Übereinstimmung mit der persönlichen Hautpigmentierung kann anschließend die äußere Farbgestaltung, beginnend bei der Kleidung, der Haarfarbe, dem Make-up und den dazu passenden Accessoires, im Einklang mit ihrer Persönlichkeit inklusive Farbvorlieben, harmonisiert werden.

In der Farbanalyse wird mittels spezieller Farbtücher der individuelle ‚Farbtyp‘ ermittelt. Das Resultat ist der Ausgangspunkt für ihre ‚Farbenwelt‘, um ein harmonisches, vitales Gesamtbild, unter Berücksichtigung vieler Faktoren, wie Statur, Stil, Beruf u.v.m., zu schaffen. Die dazu verwendeten Farb- bzw. Analysetücher in den verschiedenen Farben, helfen nicht nur den Unterschied der Farbwirkung eindeutig festzustellen, sondern zeigen auch gleichzeitig, welche Farbkombinationen für die Kundin/Kunden optimal sind.

 

Ihr Nutzen – Farben sind der Ausgangspunkt

Wahrnehmungspsychologisch werden FARBEN vor FORMEN erkannt. Farben werden zuerst wahrgenommen, erst dann fällt der Blick auf den Schnitt oder Stil. In diesem Zusammenhang ist es daher sinnvoll, mit einer Farbberatung zu beginnen. Ihr Auftreten wirkt sympathisch und gewinnender. Ihre Ausstrahlung wird durch die Auswahl der richtigen Farben optimiert. Nach einer Farbberatung ist ein gezielter Garderobenaufbau möglich. Sie sparen Zeit, da der Umgang mit Farben und Farbkombinationen erleichtert wird.

 

 

Lassen sie Farbe in ihr Leben, denn Farben haben Einfluss auf ihre optische Erscheinung, ihre Attraktivität, ihre Wirkung und Kommunikation!

 

 

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FARBENFROHE GRÜSSE

Isabella Jaburek-Nourry

  

 

 

 

 

Fotos:

Isabella Jaburek-Nourry / LOOK AT YOU e.U.

Titelbild: www.shutterstock.com

Literatur:

Vollmar, Klausbernd. Das große Buch der Farben. 2012

Heller, Eva. Wie Farben wirken. 2013

Wälde, Rainer. Die neue Farb- und Stilberatung. 2002

www.vouge.de/pantone ‚greenery’/Dec. 2016

www.karrierebibel.de/Was Farbe über die Psyche verraten/Sept. 2007

www.gesund.co.at/Warum Grüne Lebensmittel so gesund sind/Sept. 2017

www.zeit.de/lebensart/mode/2012-10/gruene-mode